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Alexandra Waldmann und Frank Krause von der VBLH zu Besuch bei Henner Schönecke (Mitte) auf seinem Geflügelhof in Elstorf

Mittelstand

Erfolgsrezept Nachhaltigkeit – Geflügelhof Schönecke

Sommer 2026 - Lesezeit: 4 Minuten

Nachhaltig zu wirtschaften, ist für Henner Schönecke selbstverständlich. Und das seit fast 30 Jahren. Mit dem ganzheitlichen Konzept, das er in seinem Unternehmen umsetzt, hat er den Geflügelhof Schönecke klar positioniert und damit die Basis für wirtschaftlichen Erfolg geschaffen. Ein Besuch in Elstorf.


Den weiß gefiederten Damen geht es prächtig an diesem Morgen. Geschäftig scharren sie zwischen Gräsern im Sand. „Meine liebsten Mitarbeiterinnen“, sagt Henner Schönecke mit einem Schmunzeln und lässt die Tür des Lkw ins Schloss fallen. Sein Fahrer ist krank, also hat er die Ware selbst ausgeliefert. Doch nun hat der Unternehmer Zeit für seine Gäste. Mit seinem Berater Frank Krause, Regionalleiter der Volksbank Lüneburger Heide eG (VBLH), und dessen Kollegin Alexandra Waldmann, die als Nachhaltigkeitsmanagerin bei der VBLH tätig ist, macht er einen Rundgang über das Gelände. Das Thema an diesem Vormittag: Nachhaltigkeit als Erfolgskonzept.

Henner Schönecke hat eine Ausbildung zum Landwirt absolviert und Betriebswissenschaften studiert; 2001 übernahm er die Geschäftsführung und baut seitdem den Familienbetrieb kontinuierlich aus. „Mein Urgroßvater belieferte als Erster in unserer Familie den Harburger Wochenmarkt, das war 1914“, erzählt der Unternehmer. „Ich stehe somit für die vierte Generation.“ Und für die erste, die das Thema Nachhaltigkeit zum ganzheitlichen Konzept erhoben hat. Angefangen hat alles mit dem ersten Freilandstall, erinnert sich Henner Schönecke. „1998 wurden in Deutschland 90 Prozent der Legehennen im Käfig gehalten. Uns ging es um eine Alternative dazu, um mehr Tierwohl.“ 7.000 Hennen zogen ein, heute sind es 50.000 an mehreren Standorten. 

Weiße Legehennen  im Freilandstall
Die neuen weißen Legehennen fühlen sich im Freilandstall sichtlich wohl
Alexandra Waldmann, Frank Krause und Henner Schönecke im Nachhaltigkeitsraum
Der Unternehmer und seine Gäste im 2023 eröffneten Nachhaltigkeitsraum

Der Weg, den das Unternehmen seitdem gegangen ist, lässt sich im Nachhaltigkeitsraum verfolgen. Im Jahr 2023 eröffnet, bietet der Raum Interessierten Einblick in die Nachhaltigkeitsstrategie des Betriebs. Mehrere Hundert Gäste haben sich hier schon über die Unternehmensphilosophie informiert. Infotafeln an den Wänden weisen auf die Meilensteine hin, zwei Fenster lassen die Besucher am Alltag der Hennen im Stall teilhaben. Im Stall selbst sind Kameras installiert, die ihre Bilder an tierwohl.tv übertragen, einen Kooperationspartner des Geflügelhofs. Die Aufnahmen erscheinen im Livestream bei teilnehmenden Einzelhändlern von Rewe und Edeka. „Transparenz ist wichtig, sie schafft Vertrauen“, ist Henner Schönecke überzeugt. Alexandra Waldmann nickt. Sie begleitet die VBLH auf ihrem Weg zu mehr Nachhaltigkeit und engagiert sich dafür, die Zukunftsfähigkeit der Volksbank-Kundinnen und -Kunden zu stärken.

Unternehmer Henner Schönecke

„Transparenz ist wichtig, sie schafft Vertrauen.“

Unternehmer Henner Schönecke

Neben Tierwohl ist Transparenz der zweite Baustein des Konzeptes auf Hof Schönecke. Dazu kommen Regionalität – der Hof arbeitet mit lokalen Partnern und beschickt Märkte im Umkreis von 40 Kilometern – sowie ökologisches Handeln. Ein Vierklang, auf dem der Unternehmenserfolg fußt und der sich mit den Nachhaltigkeitskriterien der VBLH deckt, sagt Alexandra Waldmann. „Wir orientieren uns an denselben Werten und machen sie für unsere Kunden auf verschiedenste Weise erlebbar. Zum Beispiel, indem wir bezahlbaren und nachhaltigen Wohnraum schaffen, uns in Naturschutzprojekten engagieren oder soziale Initiativen fördern.“

Unser Ansprechpartner für die Landwirtschaft

Matthias Sekerdick ist Bankkaufmann und leidenschaftlicher Landwirt. Er unterstützt die Höfe in der Region dabei, die alternative Energiegewinnung voranzubringen. Lesen Sie hier mehr. 

Nachhaltigkeitsmanagerin Alexandra Waldmann

„Wir orientieren uns an denselben Werten und machen sie für unsere Kunden auf verschiedenste Weise erlebbar.“

Nachhaltigkeitsmanagerin Alexandra Waldmann

Nächste Station des Rundgangs: die Biogasanlage des Geflügelhofs. Seit 2010 setzt das Unternehmen auf erneuerbare Energien. Aus nachwachsenden Rohstoffen wie Rüben und Mais sowie aus Hühnerkot entsteht in der Anlage Strom; das Gärsubstrat wird zum Düngen ausgebracht. Vier Blockheizkraftwerke (BHKW) werden darüber mit Strom versorgt, zwei davon auf der Biogasanlage. Doch nur ein Bruchteil der Energie ist für den Eigenbedarf notwendig. Der Großteil wird ins Netz eingespeist. „In Buxtehude sind wir der größte Energieproduzent“, so Henner Schönecke. „Der von uns erzeugte Strom heizt das Hallenbad in Neu Wulmstorf und das Rathaus.“ 

Alexandra Waldmann, Frank Krause und Henner Schönecke vor der Biogasanlage
Die Biogasanlage ist elementarer Teil der Nachhaltigkeitsstrategie von Henner Schönecke l
Frank Krause und Henner Schönecke vor der Biogasanlage
Starke Partnerschaft von Unternehmen und VBLH: Regionalleiter Frank Krause betreut den Geflügelhof Schönecke persönlich

Um ein Projekt wie die Biogasanlage zu stemmen, braucht es einen starken Partner. Der Geflügelhof Schönecke hat ihn gefunden – die VBLH ist seit vielen Jahren Hausbank des Unternehmens, Frank Krause seit 2021 persönlicher Berater des Familienunternehmens. „Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg schließen sich nicht aus, im Gegenteil“, weiß der Regionalleiter Mittelstand Buchholz-Nordheide. Die Biogasanlage sei nicht nur wichtig für energieeffizientes Wirtschaften, sondern auch ein bedeutsamer Schritt auf dem Weg zur Unabhängigkeit von hohen Energiekosten. „Zukunftsgewandte Unternehmen wie Geflügelhof Schönecke wissen das und handeln danach“, sagt Frank Krause. „Der Geflügelhof Schönecke bekleidet eine Vorbildfunktion in unserer Region.“ 

Die Bank für den Mittelstand

Die Volksbank Lüneburger Heide ist ein starker Partner für den regionalen Mittelstand. Wir unterstützen alle unternehmerischen Belange, vom Zahlungsverkehr über Auslandsgeschäfte bis hin zu Finanzierungen für unterschiedlichste Vorhaben. Sprechen Sie uns gerne an. 

Regionalleiter Mittelstand Buchholz-Nordheide Frank Krause

„Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg schließen sich nicht aus, im Gegenteil.“

Regionalleiter Mittelstand Buchholz-Nordheide Frank Krause

Vorbild sein – das trifft auch auf die Unternehmenskultur zu. Über alle Geschäftsbereiche hinweg beschäftigt das Familienunternehmen rund 120 Mitarbeitende, gut mehr als die Hälfte sind Frauen. Den hohen Anteil sieht Henner Schönecke in einem bestimmten Jobmodell begründet: Tätigkeiten wie der Verkauf auf dem Wochenmarkt oder die Mitarbeit in der Eiersortierung sind klassische Teilzeittätigkeiten. „Wenn die Kinder aus der Schule nach Hause kommen, ist auch die Mutter wieder daheim.“ Die oft lange Betriebszugehörigkeit – 20 Jahre sind keine Seltenheit – ist für den Unternehmer auch ein Ausdruck von Nachhaltigkeit: Kollektives Wissen wird erhalten. Das macht Abläufe schneller, effizienter und weniger fehleranfällig.   

Qualitätskontrolle: Das Durchleuchten der Eier macht Schäden in der Schale sichtbar
Qualitätskontrolle: Das Durchleuchten der Eier macht Schäden in der Schale sichtbar

Kennen Sie Ihren eigenen CO2-Fußabdruck?

Energie und Mobilität sind Schlüsselfaktoren für nachhaltiges Wirtschaften und bieten gute Möglichkeiten, um den eigenen CO2-Fußabdruck zu reduzieren – im privaten wie im geschäftlichen Bereich. Für das Onlinebanking der Volksbank Lüneburger Heide können Sie ganz einfach Ihren digitalen CO₂-Fußabdruckrechner freischalten. Dadurch erhalten Sie automatisch einen Überblick über Ihre persönlichen CO₂-Bilanz.

Henner Schönecke und seine Marketingfachfrau Katharina Wenzel
Henner Schönecke und seine Marketingfachfrau Katharina Wenzel bei der Transportvorbereitung

Noch ein letzter Blick in die Halle, in der die Eier auf ihren Transport warten, dann geht es zurück zum Freilandstall. Tiere der Rassen Dekalb White und LSL Europe genießen die Frühlingssonne. Die Umstellung auf weiße Legehennen in Freilandhaltung folge ebenfalls dem Nachhaltigkeitsgedanken, erklärt der Unternehmer. „Die Hennen sind kleiner und schlanker, dadurch hat das einzelne Tier noch mehr Platz.“ Außerdem hätten sie eine längere und bessere Legeleistung: „Irgendwann wird die Schale schlechter. Bei Brauntieren ist das oft nach 13 Monaten der Fall, bei unseren Weißen erst nach circa 18 Monaten.“ Dazu seien die Tiere weniger krankheitsanfällig – ein wichtiger Punkt. Und noch etwas: „Sie sind intelligenter, lernen schnell.“ Das ist wohl das einzige Argument, das auf dem Geflügelhof Schönecke nicht auf Nachhaltigkeit einzahlt. 

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