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Dr. Jörg Kaling und Christian Vorbrodt mit Hund

Ein Mann für alle Felle

Oktober 2026 - Lesezeit: 5 Minuten

Tigerkrallen ziehen, Pferde operieren, Kleintiere versorgen: Dr. Jörg Kaling hat seinen Kindheitstraum zum Beruf gemacht. Heute führt der Tierarzt ein Unternehmen mit rund 40 Beschäftigten und hegt Expansionspläne. Begleitet wird er dabei von der Volksbank Lüneburger Heide eG. 


Trecker fahren? Das war nie sein Ding. Dabei hatte Jörg Kaling als Kind reichlich Gelegenheit dazu. „Ich bin auf einem Bauernhof in Ostfriesland groß geworden, mit rund 70 Milchkühen und zeitweise 20 Pferden. Wenn meine Freunde zu Besuch kamen, wollten sie immer eine Runde mit mir drehen“, blickt er auf seine Kindheit zurück. Doch ihn selbst zog es immer nur zu den Vierbeinern. „Seit ich drei Jahre alt bin, wollte ich Tierarzt werden“, sagt Kaling.

Dass er dann nicht nur Pferde, Katzen und Kaninchen behandeln muss, sondern beim Einsatz im Wildpark auch schon einmal Tiger, Schwarzbären und Elche vor sich hat, hätte sich der Dreijährige damals nicht träumen lassen. Noch weniger wusste er aber wahrscheinlich, dass er für seinen Traum auch zum Unternehmer werden muss. Denn aus dem Berufswunsch des dreijährigen Jörg ist inzwischen ein Unternehmen mit rund 40 Beschäftigten geworden. Kaling betreibt Kleintierpraxen in Hanstedt und Buchholz. Und die Entwicklung geht weiter: In Brackel ist ein zusätzlicher Standort für Pferde, Alpakas und Lamas geplant. 

Dr. Jörg Kaling, Tierarzt aus Hanstedt

„In den 1990er-Jahren hat man immer direkt behandelt. Heute stehe zunächst einmal die Diagnostik im Fokus. Die dafür notwendigen Geräte haben wir alle in der Praxis.““ 

Dr. Jörg Kaling, Tierarzt aus Hanstedt 

Mit seinen 58 Jahren ist Kaling in seiner Branche längst ein „alter Hase“. Und hat dabei auch miterlebt, wie sich der Fokus in der Tiermedizin in den vergangenen Jahren verschoben hat. „Früher hat man eigentlich immer direkt behandelt“, sagt Kaling über die Tiermedizin Ende der 1990er-Jahre. Heute stehe zunächst einmal die Diagnostik im Fokus. Für Kaling ist das der entscheidende Schlüssel zu einer erfolgreichen Therapie. Denn nur wer genau weiß, woran ein Tier erkrankt ist, kann es auch gezielt behandeln. Die Suche nach der richtigen Diagnose gleiche dabei mitunter regelrechten Detektivarbeit. Doch gerade darin liege für ihn ein besonderer Reiz der Tiermedizin. Entsprechende Geräte sind in der Praxis vorhanden. 

Der Eggershof: Ein Familienprojekt mit Perspektive

Wer durch das Hoftor des Eggershofs in Soltau tritt, soll ihn sofort spüren: den ganz besonderen „Eggershof Spirit“. Wo einst ein klassischer Bauernhof stand, hat Volker Eggers einen Ort für Hochzeiten, Tagungen und Begegnungen geschaffen. Nun wird ein lang gehegter Wunsch Wirklichkeit: 33 neue Hotelzimmer laden die Gäste künftig zum Bleiben ein. Für das besondere Interior Design holte Eggers die Ex-Society-Journalistin Katja Kessler an seine Seite. Gemeinsam entstand eine Gestaltung, für die es sogar ein eigenes Wort gibt: „eggershofig“. Was dahintersteckt und welche Pläne Volker Eggers für seinen Hof noch hat, erfahren Sie im Video.

Dazu zählen modernste Laborgeräte mit KI-Unterstützung, PCR-Diagnostik (zum schnellen Nachweis von Erreger-Erbgut), Blutuntersuchungen, digitales Röntgen, Ultraschalluntersuchungen mit „Herzschall“ sowie Endoskopie – zum Beispiel für Magenspiegelungen. Viele der Geräte sind dank eines Akkus auch mobil verwendbar. „Wir machen hier immer eine vernünftige Diagnostik und behandeln danach.“ Hierfür steht eine Reihe von Spezialisten bereit. In der Weiterentwicklung diagnostischer Möglichkeiten sieht Kaling zugleich einen wichtigen Motor für den medizinischen Fortschritt. Innovative Untersuchungsverfahren helfen aus seiner Sicht dabei, die Tiermedizin weiterzuentwickeln und den Abstand zur Humanmedizin zunehmend zu verkürzen.

Die Verhaltensregeln der Praxis

Für sein Unternehmen hat Dr. Jörg Kaling fünf Verhaltensregeln aufgestellt, um eine wertschätzende Zusammenarbeit zu ermöglichen.

1.         Respekt: Über Abwesende sprechen wir so, als wären sie dabei. Kein Lästern.

2.         Ehrlichkeit: Wir sind offen und ehrlich – auch wenn es unangenehm ist.

3.         Arbeit sehen: Wir sehen, was getan werden muss, und laufen der Arbeit nicht davon.

4.         Verantwortung: Wir übernehmen Verantwortung für unser Handeln und unsere Aufgaben.

5.         Kritik: Kritik ist nicht persönlich. Nur wenn wir offen für Kritik sind, kommen wir gemeinsam weiter. 

Größe schafft Möglichkeiten

Gerade diese Fokussierung erklärt einen Teil des Wachstums. Teure Medizintechnik lohnt sich eher, wenn sie regelmäßig eingesetzt wird. Gleichzeitig können sich Mitarbeiter auf einzelne Bereiche konzentrieren und dort Erfahrung aufbauen. Kaling selbst sagt inzwischen: „Ich könnte gar nicht mehr in einer Einzelpraxis arbeiten.“ Das Unternehmen schafft Möglichkeiten, die eine kleine Praxis so nicht bieten kann. 

Spielmuseum Soltau: Generationen spielend verbinden

Das Spielmuseum Soltau zeigt Spielzeug aus mehreren Jahrhunderten. Einige Exponate dürfen Besucher auch ausprobieren. Die Stiftung der Volksbank Lüneburger Heide eG unterstützt das Haus dabei, diese zu erhalten. Hier erfahren Sie mehr. 

Doch Größe bringt auch eine zweite Seite mit sich. Dienstpläne, Mitarbeitergespräche, interne Abläufe, Investitionen und die Frage, wohin sich das Unternehmen entwickeln soll, gehören inzwischen ebenfalls zu Kalings Alltag. Vieles Organisatorische hat er an Mitarbeiterinnen übertragen. Was bleibt, sind die strategischen Entscheidungen: Welche Chance nutzt man? Wo investiert man? Wie lässt sich die Nachfrage bewältigen? „Die unternehmerischen Themen sind natürlich ein wichtiger Teil meines Berufsalltags“, sagt Kaling.

Dr. Jörg Kaling in seiner mobilen Praxis
Dr. Jörg Kaling vor Diagnostik Bildschirm
Dr. Jörg Kaling mit Hund in Behandlungsraum

Die Arbeit am Tier bleibt

Die Arbeit am Tier möchte Kaling aber trotzdem nicht abgeben. „Das ist meine große Leidenschaft“, sagt er. Gleichzeitig sieht er seine Rolle inzwischen auch darin, diese Begeisterung an seine Mitarbeiter weiterzugeben. „Denn wenn mir das gelingt, dann merken das die Tiere und ihre Halter. Und um diese beiden geht es am Ende ja.“

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Gleichzeitig binden Leidenschaft für das Thema und ein guter Teamgeist auch Mitarbeiter an die Praxis. Das ist allein schon deshalb wichtig, weil Personal inzwischen zum begrenzenden Faktor für weiteres Wachstum geworden ist. „Ich könnte aktuell vier bis acht Leute anstellen“, sagt Kaling. Gesucht werden Tierärzte ebenso wie Mitarbeitende im Praxisbereich (siehe Infokasten). „Das Personalthema ist auf alle Fälle da“, sagt er. Der geplante Standort in Brackel komme zwar voran, „aber mit mehr Personal könnte es ein bisschen besser“ gehen.

Wenn Medizin zur Investition wird
Mit dem Wachstum werden natürlich auch die finanziellen Entscheidungen größer. Röntgen- und Ultraschalltechnik sowie neue Standorte müssen nicht nur medizinisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich darstellbar sein. An diesem Punkt begleitet die Volksbank Lüneburger Heide eG Kaling bei seiner Entwicklung.

Dr. Jörg Kaling mit Christian Vorbrodt vor Praxis in Hanstedt
Dr. Jörg Kaling und Christian Vorbrodt in Behandlungsraum mit Hund
Dr. Jörg Kaling und Christian Vorbrodt vor Praxis Logo in Hanstedt

Mittelstandsberater Christian Vorbrodt kennt den Tierarzt und dessen Unternehmen aus langjähriger Zusammenarbeit. Gerade bei größeren Vorhaben ist das für ihn ein Vorteil. „Diese gegenseitige Vertrautheit erleichtert viele Entscheidungen“, sagt Vorbrodt. Wenn Kaling mit einem Thema anrufe, wisse er gleich, „was für ein Typ Mensch da am anderen Ende sitzt“ und könne sofort weiterhelfen. „Ich erlebe Jörg dabei als Unternehmer, der groß denkt und seine Ideen anschließend auch umsetzt. Gerade diese Mischung aus tiermedizinischer Leidenschaft und unternehmerischem Gestaltungswillen zeichnet ihn aus.“

Christian Vorbrodt, Mittelstandsberater bei der Volksbank Lüneburger Heide.

„Jörgs Mischung aus tiermedizinischer Leidenschaft und unternehmerischem Gestaltungswillen zeichnet ihn aus.“ 

Christian Vorbrodt, Mittelstandsberater bei der Volksbank Lüneburger Heide.

Auch Kaling schätzt die beidseitige Vertrautheit. „Als mittelständischer Unternehmer brauche ich einen Ansprechpartner, dem ich nicht immer zuerst die Vorgeschichte erklären muss – sondern jemanden, der das Unternehmen und seine Entwicklung versteht.“ Für ihn geht es deshalb bei der Zusammenarbeit mit der Volksbank Lüneburger Heide eG nicht um eine Aneinanderreihung verschiedener Finanzierungen, sondern um echte Begleitung und Unterstützung. Denn auch wenn Kaling mit Tigern durchaus Erfahrung hat: Unternehmerische Herausforderungen können manchmal ebenfalls ihre Krallen haben. Gut, wenn man dann einen Partner an seiner Seite hat, mit dessen Hilfe man diese gemeinsam ziehen kann.

Unterstützung für regionale Unternehmer

Das Beispiel von Dr. Jörg Kaling zeigt: Regionale Unternehmer liegen der Volksbank Lüneburger Heide besonders am Herzen. Daher sind im Service eine Reihe von Angeboten inkludiert, die deutlich über das klassische Banking mit Girokonto hinausgehen: zum Beispiel ein Baukasten zum Erstellen der eigenen Website, Hilfe beim Verbessern des Bonitäts-Scorings und eine vollintegrierte Software zum Rechnungsmanagement, die sich automatisch mit den Kontobewegungen abgleicht.

Bei Interesse sprechen Sie uns gerne an!