Volles Haus im Castanea Resort Adendorf: Unsere Vertreterversammlung 2026 stand im Zeichen von Stabilität, regionaler Verantwortung und der Frage, wie Nähe in einer digitalen Welt neu gedacht werden kann.
Wenn sich fast 230 Vertreterinnen und Vertreter sowie zahlreiche Gäste und Mitarbeitende im Castanea Resort Adendorf versammeln, dann geht es um weit mehr als nur Zahlen, Beschlüsse und Tagesordnungspunkte. Unsere Vertreterversammlung 2026 hat einmal mehr gezeigt, was Genossenschaft heute bedeutet: Verantwortung übernehmen, gemeinsam gestalten und den Wandel aktiv begleiten.
Wir haben uns besonders über die starke Beteiligung gefreut. Viele Vertreterinnen und Vertreter waren in diesem Jahr erstmals dabei, nachdem sie im Januar neu gewählt worden waren. Das sorgte nicht nur für neue Perspektiven, sondern auch für viele intensive Gespräche und einen offenen Austausch – vor, während und nach der Veranstaltung.
Stabilität in bewegten Zeiten
Die vergangenen Monate haben gezeigt, wie stark sich die Bankenbranche verändert. Digitalisierung, verändertes Kundenverhalten und wirtschaftliche Unsicherheiten stellen viele Institute vor große Herausforderungen. Gleichzeitig beobachten Menschen sehr genau, welchen Banken sie langfristig vertrauen können.
Für uns bleibt deshalb klar: Unsere Stärke liegt in unserer regionalen Verwurzelung und in einem Geschäftsmodell, das auf langfristige Beziehungen statt auf kurzfristige Effekte setzt.
Dass wir mit diesem Weg richtig liegen, zeigte sich auch bei der Vertreterversammlung. Vorstand und Aufsichtsrat wurden einstimmig entlastet, die Vertreter beschlossen erneut eine Dividende von vier Prozent und auch der Prüfungsbericht des Genossenschaftsverbandes bestätigte unseren Kurs ohne Beanstandungen.
Vorstandssprecher Ulrich Stock brachte es an dem Abend auf den Punkt: „Wir wachsen aus eigener Kraft und mit einem klaren Fokus auf unsere Region.“
Nähe bedeutet heute mehr als eine Filiale
Ein zentrales Thema des Abends war die Frage, wie Banking in Zukunft aussehen wird und wie wir dabei den Begriff der Nähe neu definieren. Denn Nähe bedeutet heute nicht mehr ausschließlich ein Gebäude oder einen Schalter. Nähe bedeutet, erreichbar zu sein: persönlich, digital und vor Ort.
Genau deshalb investieren wir in moderne digitale Angebote und in persönliche Begleitung. Ein Beispiel dafür sind unsere Workshops „Fit für mobiles Banking und Bezahlen“. Dort unterstützen wir insbesondere Menschen, die digitale Angebote bislang wenig genutzt haben oder sich dabei noch unsicher fühlen. In kleinen Gruppen und in verständlicher Sprache zeigen wir ihnen Schritt für Schritt, wie mobiles Banking sicher und einfach funktioniert. Für uns ist das weit mehr als ein Serviceangebot. Es ist Teil unseres genossenschaftlichen Förderauftrags: Menschen befähigen, Chancen zugänglich machen und Teilhabe ermöglichen.
Passend dazu stieß auch unser Infostand zu WERO bei unserer Vertreterversammlung auf großes Interesse. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, sich über das neue europäische Bezahlverfahren zu informieren und Fragen direkt im persönlichen Gespräch zu stellen. Mit WERO können Nutzerinnen und Nutzer Geld in Echtzeit direkt von Konto zu Konto senden – einfach per Smartphone und ohne Umwege über externe Zahlungsdienste. Der gut besuchte Infostand zeigte dabei deutlich, wie groß das Interesse an verständlich erklärten digitalen Angeboten und persönlicher Begleitung weiterhin ist.
Regionales Engagement bleibt Teil unserer DNA Als Genossenschaftsbank sind wir keinen Investoren verpflichtet, sondern nur unseren mehr als 83.000 Mitgliedern. Genau darin liegt ein wesentlicher Unterschied zu vielen anderen Banken: Unser wirtschaftlicher Erfolg kommt unmittelbar der Region zugute. Das zeigt sich nicht nur in der Dividende für unsere Mitglieder, sondern auch in ihrem Engagement für das Gemeinwohl. Viele von ihnen unterstützen mit der Aktion „Spende statt Dividende“ bewusst unsere Stiftung und fördern damit Projekte in den Bereichen Bildung, Kultur, Sport und Soziales.
Für einen besonderen Moment sorgte außerdem Gerd-Ulrich Cohrs. Erstmals seit vielen Jahren nahm er nicht mehr als Redner an der Vertreterversammlung teil, sondern als Gast. Nach mehr als zwei Jahrzehnten im Vorstand war er im Frühjahr in den Ruhestand gegangen. Die vielen Gespräche und Begegnungen des Abends machten deutlich, wie stark Kontinuität und Verlässlichkeit unsere Volksbank auch in Zeiten des Wandels weiterhin prägen.
Unsere Vertreterversammlung 2026 hat gezeigt: Die Volksbank Lüneburger Heide bleibt auf Kurs – mit regionaler Verantwortung, modernen Angeboten und einem klaren Blick nach vorn.
„Was macht eigentlich die Vertreterversammlung?“
Die Vertreterversammlung ist das höchste Beschlussorgan der Genossenschaftsbank. Die Vertreterinnen und Vertreter werden von den Mitgliedern gewählt und entscheiden unter anderem über die Gewinnverwendung, die Dividende sowie die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat. Anders als bei Aktiengesellschaften gilt dabei das genossenschaftliche Prinzip: unabhängig von der Höhe der Geschäftsanteile hat jede Stimme das gleiche Gewicht.
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Wer entscheidet eigentlich in einer Genossenschaftsbank?
Und welche Aufgaben haben Vorstand, Aufsichtsrat und Vertreterversammlung? Das erfahren Sie hier