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Nina Schweppe

Mittelstand

Nina Schweppes feines Gespür für den Biorhythmus

Sommer 2026 - Lesezeit: 3 Minuten

Im Alter von 55 Jahren hat sich Nina Schweppe noch einmal für den Weg in die Selbstständigkeit entschieden – als chronobiologische Coachin. Die Volksbank Lüneburger Heide eG (VBLH) hat sie auf diesem Weg unterstützt.


Nina Schweppe hat früh gelernt, sich durchzusetzen. Vor 55 Jahren kam sie als Frühchen zur Welt. Den Überlebenskampf im Brutkasten hat sie gewonnen, das Augenlicht jedoch verloren. „Da kannst du nichts machen“, sagt sie heute lapidar und lacht. Ein Satz, der zeigt, aus welchem Holz diese Frau geschnitzt ist. Sich ja nicht unterkriegen lassen, scheint ihr Motto. Als eine Bank ihren Kreditantrag für eine Wohnung mit der Begründung ablehnte, sie könne den Vertrag nicht lesen, weil sie blind ist, regte sie sich nicht lange auf, sondern suchte einen neuen Kreditgeber.

Bei der Volksbank Lüneburger Heide stieß ihr Wunsch auf offene Ohren. Zunächst finanzierte die VBLH ihre Wohnung, später auch den Einstieg in ihr eigenes Business: BEB Schweppe, ein chronobiologisches Coachingangebot. Sie berät Menschen dabei, ihren Alltag nach dem Takt ihres Biorhythmus auszurichten, um gesünder und damit besser zu leben. Das überzeugte auch Claas Michaelis, ihren Berater bei der VBLH. „Frau Schweppe hat eine beeindruckende Persönlichkeit. Da habe ich gespürt: Die bekommt das hin. Natürlich hat auch ihr Geschäftsmodell, Menschen in ein gesünderes Leben zu führen, den Zeitgeist getroffen“, sagt er.

Nina Schweppe, chronobiologische Coachin

„Es erfüllt mich, Menschen helfen zu können. Das hat mir den Mut gegeben, mit 55 Jahren noch einmal einen anderen Weg einzuschlagen.“ 

Nina Schweppe, chronobiologische Coachin

Der Liebe wegen in die Lüneburger Heide

Aufgewachsen ist Nina Schweppe in Ostwestfalen, einer Region, die sie bis heute als bodenständig und direkt beschreibt. Diese Prägung zieht sich durch ihr Leben. Für Schule und Studium zog es sie nach Hamburg – eine Stadt voller Möglichkeiten. Beruflich fand sie ihren Einstieg im öffentlichen Gesundheitsdienst beim Bezirksamt Hamburg-Nord. Dort arbeitete sie unter anderem mit blinden und sehbehinderten Menschen, ein Umfeld, das ihr vertraut war und in dem sie schnell Verantwortung übernahm.

Doch auf Dauer wurde ihr Hamburg zu laut, zu dicht, zu fordernd. Den nötigen Ausgleich fand sie nicht im urbanen Leben, sondern draußen, bei ihrem Pferd. Dieses Pferd wurde schließlich zum Wendepunkt. Während sie sich in der Stadt zunehmend erschöpft fühlte, fand das Tier Gefallen an den weiten, ruhigen Flächen der Lüneburger Heide. Sie brachte es in einem Stall in Schneverdingen unter – und folgte ihm kurze Zeit später selbst. „Der Liebe wegen“, erzählt sie und meint damit nicht nur ihr Pferd, sondern auch die Entscheidung für ein anderes Leben.

Nina Schweppe mit ihrem Pferd


Erfolgreiche Unternehmerinnen: Die Automatenkönigin von Bardowick

Sie sind die Rettung, wenn es in der Mittagspause mal schnell gehen muss: Snackautomaten sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Einer der größten Betreiber dieser stummen Verkäufer stammt aus Bardowick und heißt GAST-Automaten. Dort hält Geschäftsführerin Tanja Grimberg die Zügel in der Hand. Mit ihrer anpackenden und werteorientierten Art führt sie das Unternehmen seit Jahren erfolgreich. Ein Video zu Tanja Grimberg und ihren tollen Maschinen finden Sie hier

Claas Michaelis, Gewerbekundenbetreuer der Volksbank Lüneburger Heide eG

„Wir legen großen Wert auf regionale Verbundenheit. Das ermöglicht uns, als verlässliche und stabile Institution aktiv zur wirtschaftlichen Entwicklung und Mitgestaltung der Region beizutragen.“ 

Claas Michaelis, Gewerbekundenbetreuer der Volksbank Lüneburger Heide eG

Seit der Coronapandemie lebt Nina Schweppe in Tostedt, zwischen Hamburg und Bremen, mit Blick ins Grüne statt auf Betonfassaden. Schon 2018 begann sie parallel zu ihrer Tätigkeit im Gesundheitsdienst, Menschen zu beraten. Das Thema: Chronobiologie – also die Frage, wie der persönliche Biorhythmus den Alltag bestimmt und wie man ihn nutzen kann, statt dauerhaft gegen ihn zu arbeiten. Anfangs war das ein Nebenerwerb, ein vorsichtiger Einstieg.

Ein Weg mit Hürden in die Selbstständigkeit

Ende 2024 zog sie einen klaren Schnitt und kündigte ihren sicheren Job. Seit 1. Januar 2025 ist sie selbstständig, in Vollzeit. „Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“, sagt sie, „aber Selbstständigkeit ist ja auch kein Ponyhof.“ Ihr Coaching beginnt mit einer genauen Analyse: Wie sieht der Tagesablauf aus? Wann ist jemand leistungsfähig, wann erschöpft? Daraus entwickelt sie individuelle Strukturen für Schlaf, Ernährung und Arbeitsphasen – und begleitet ihre Klientinnen und Klienten dabei, diese auch wirklich umzusetzen.

Starke Frauen, starke Ideen

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Der Weg in die Selbstständigkeit war nicht frei von Hürden. Immer wieder stieß Schweppe auf praktische Probleme, etwa bei der Kundenverwaltung. Für blinde Menschen gab es keine passenden Lösungen. Ein befreundeter Programmierer entwickelte schließlich ein eigenes System für sie. Solche Hindernisse bringen sie nicht aus der Ruhe.
„Viele fragen sich, ob eine blinde Coachin ihnen wirklich helfen kann“, berichtet sie. Claas Michaelis gehört nicht zu diesen Menschen. Er war überzeugt, dass eine blinde Frau auch sehende Menschen behandeln kann. „Bei der VBLH steht der Mensch im Vordergrund und was er leisten kann und will. Warum sollte eine blinde Frau nur blinde Menschen gesünder machen können?“, fragt er. Seit vielen Jahren unterstützt die VBLH Unternehmerinnen aus der Region bei ihrem Schritt in die Selbstständigkeit.

Nina Schweppe bei der Arbeit

„Blind sein ist nicht das, was mich ausmacht“

Nina Schweppe begann zunächst, mit Menschen aus ihrer eigenen Peergroup zu arbeiten. Doch schnell wurde klar: Die Themen sind universell. „Blind sein ist nicht das, was mich ausmacht. Was ich anbiete, ist für alle relevant.“ Heute arbeitet sie gezielt daran, neue Zielgruppen zu erschließen. Dabei hilft ihr, dass sie von Anfang an auf digitale Beratung gesetzt hat. Ohne eigene Praxis, dafür mit Kundinnen und Kunden im ganzen Bundesgebiet. Die Pandemie hat diese Entwicklung zusätzlich beschleunigt.
Ihre Angebote bewirbt sie über soziale Netzwerke, Berufsverbände, Messen und einen eigenen Podcast. Perspektivisch will sie ihr Geschäft weiter ausbauen, stärker als Speakerin auftreten sowie Seminare und Workshops anbieten. Auf diesem Weg immer an ihrer Seite: die VBLH, die sie nicht nur mit Krediten unterstützt, sondern ihr auch mit Rat und Tat als loyaler Partner zur Seite steht. Heute ist sie dort angekommen, wo sie hinwollte: selbstbestimmt, unabhängig und immer noch kämpferisch – nur eben auf ihre ganz eigene, ruhige Art.

Mehr als Banking für Firmenkunden

Der Volksbank Lüneburger Heide liegt der regionale Mittelstand besonders am Herzen. Für Unternehmerinnen und Unternehmer sind daher eine Reihe von Services inkludiert, die deutlich über das klassische Banking mit Girokonto hinausgehen: zum Beispiel ein Baukasten zum Erstellen der eigenen Website, Hilfe beim Verbessern des Bonitäts-Scorings und eine vollintegrierte Software zum Rechnungsmanagement, die sich automatisch mit den Kontobewegungen abgleicht. Dank der VR Prime Welt wird das Konto zudem immer günstiger, je mehr Bausteine Sie bei der VBLH dazubuchen. Sprechen Sie uns hierzu gerne an!

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