Sanierung der St. Petri Kirche beginnt

Volksbank schließt Finanzierungslücke

06.09.2016 - Stelle

Risse im Mauerwerk, Abbröckeln der Verfugung zwischen den Ziegeln, Versalzungen, Schäden am Schornstein, am Dach und an den Fenstern, Durchfeuchtung der Stützwand zum Nachbarn – die Liste der Schäden an der St. Petri Kirche in Stelle ist lang. Zwar ist die Bausubstanz insgesamt solide, dennoch ist die Sanierung der denkmalgeschützten Kirche dringend geboten. „Bei zeitnaher Umsetzung der Maßnahmen bleibt der Umfang in einem überschaubaren Rahmen und sichert die nachhaltige Nutzung des Bauwerks“, schreiben die Gutachter in ihrem Bericht.

Den hat der Kirchenvorstand gemeinsam mit dem Bauausschuss eingehend geprüft und beraten. Ergebnis ist ein Sanierungsplan, der alle schweren Mängel und Schäden beseitigen soll. „Es ist eine behutsame Handlungsweise vereinbart, die die Instandsetzung maroder Bauteile und Konstruktionen vorsieht und eine auf die Schäden begrenzte Sanierung“, so der Kirchenvorstand. Die ermittelten Gesamtkosten aller dieser Maßnahmen betragen 192.000 Euro. Den Betrag hat die Gemeinde aus eigenen Mitteln, staatlicher und EU-Förderung und Unterstützung für verschiedene Bereiche der Sanierung beinahe in Gänze zusammengebracht.  Zum Schluss blieb eine Finanzierungslücke von 10.000 Euro.

Hier sprang die Volksbank Lüneburger Heide eG ein, zusammen mit der VR Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland. Jetzt übergaben Volksbank-Regionaldirektor Uwe Peters und Filialleiter Sebastian Bartels den Scheck. Mit dabei war auch der amtierende Steller Bürgermeisters Robert Isernhagen, der sich über den Erhalt des denkmalsgeschützten Gebäudes freut.

Freude bei der Scheckübergabe: (v. l.) Uwe Peters und Sebastian Bartels, Volksbank Lüneburger Heide eG, Pastor Christian Rehr, Bürgermeister Robert Isernhagen, Kirchenvorsteher Christhard Wilkens, Henning Blöcker vom Bauausschuss und Architekt Thorolf Berg.
Freude bei der Scheckübergabe: (v. l.) Uwe Peters und Sebastian Bartels, Volksbank Lüneburger Heide eG, Pastor Christian Rehr, Bürgermeister Robert Isernhagen, Kirchenvorsteher Christhard Wilkens, Henning Blöcker vom Bauausschuss und Architekt Thorolf Berg.

Weitere Informationen

Die St. Petri Gemeinde ist Teil der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK). Die Kirche finanziert sich aus direkten Spenden ihrer Mitglieder und nicht über Kirchensteuern. Die Kirchengemeinde in Stelle wurde am 4. Advent 1879 gegründet und konnte im Jahre 1900 das Gebäude der St. Petri Kirche weihen. Seitdem ist die Kirche an ihrer zentralen Lage "Unter den Linden" ein markanter Teil des Ortsbildes.

Im Jahre 1989 wurde das Kirchgebäude unter Denkmalschutz gestellt. In seinem Sanierungsbericht stellt der Architekt fest: „Der Gebäudetypus als Ziegelbau mit reich bestückten und aufwendig gestalteten Zierelementen ist kulturhistorisch bedeutend. Die Kirche ist ein wichtiger Bestandteil der Bau- und Sozialgeschichte in Stelle."