Volksbank mit Geschäftsjahr 2014 zufrieden

Vertreterversammlung am 2. Juni in Hittfeld

04.06.2015 - Hittfeld

Die Volksbank Lüneburger Heide eG blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2014 zurück. „Unsere Strategie, auf Wachstum, Attraktivität und Stabilität (WAS) zu setzen, hat sich als richtig erwiesen“, schreiben die Vorstandsmitglieder Gerd-Ulrich Cohrs, Heiko Ernst und Cord Hasselmann im Geschäftsbericht. Auf der Vertreterversammlung, die am 2. Juni in der Burg Seevetal in Hittfeld stattfand, stellte Vorstandsmitglied Cord Hasselmann die Geschäftsentwicklung vor. Rund 400 Vertreter und Gäste folgten den Ausführungen.

Vorstand Cord Hasselmann hielt Rückschau auf die Geschäftsentwicklung 2014.

Die Volksbank liegt weiterhin auf Wachstumskurs. Die Einlagen der Mitglieder und Kunden stiegen 2014 um 2,8 Prozent, die Kredite um 3,3 Prozent. Dem entsprechend erhöhte sich auch die Bilanzsumme auf jetzt 2,64 Mrd. Euro. Vor dem Hintergrund der schwierigen Zinssituation und der weltweiten Krisen war die Ertragsentwicklung 2014 gut. Der  Jahresüberschuss liegt auf dem Niveau des letzten Jahres. Aus dem Jahresergebnis soll das stabile Fundament weiter gestärkt werden. Bereits heute erfüllt die Volksbank die zukünftigen, ab 2019 geltenden Eigenkapitalanforderungen nach Basel III deutlich.

Die Verlängerung von Kundenkrediten und die Neuanlage von fälligen Eigenanlagen zu  wesentlich niedrigeren Zinssätzen bewirken eine anhaltende Senkung des Zinsertrages.  „Dennoch sind negative Zinsen auf die Guthaben unserer Kunden aus heutiger Sicht kein Thema für uns“, so Cord Hasselmann. Der genossenschaftliche Förderauftrag legt den Mitgliedern den Spargedanken nahe, um neben Zinsen insbesondere auch Kapital für sich zu bilden. Daher überlegt die Volksbank gemeinsam mit ihren Kunden, wie ihr angelegtes Geld in ihrem Interesse besser ausbalanciert werden kann. Die Einlagen der Kunden aus der Region setzt die Volksbank für nachhaltige Kredite in der Region ein. Wenn sich die Erholung der Konjunktur im Euroraum fortsetzt, dürfte auch die Kreditnachfrage in Deutschland steigen. „Dann sind Institute, die wie wir eine stabile Einlagenbasis haben, klar im Vorteil“, unterstreicht der Vorstand.

Um die Ertragsaussichten auch künftig zu sichern, setzt die Volksbank auf den Ausbau der Service- und Beratungsqualität und moderne IT-Unterstützung. „Der technische  Verfahrenswechsel im April 2015 unterstützt und fördert unsere Beratungsqualität“, sagte Cord Hasselmann. „Allerdings sehen wir vor allem im Electronic Banking noch Anpassungsbedarf. Für unsere Kunden ist hier einiges neu; das muss vorgestellt und erklärt werden.“ Alle Fragen und Anregungen werden gesammelt und beantwortet, Verbesserungsmöglichkeiten werden weitergegeben.

Frau Dr. Gisela Fabel, Kaarßen, wurde für ihr 25-jähriges Mitwirken im Aufsichtsrat mit der silbernen Ehrennadel des Genossenschaftsverbandes ausgezeichnet. Zum Abschied überreichte Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Dieter Herzog ein Präsent.

Profitieren wird die Bank von der robusten Entwicklung der Konjunktur in Deutschland, die den Vorstand verhalten optimistisch stimmt. Die deutsche Wirtschaft wird 2015 voraussichtlich weiter wachsen – trotz der Turbulenzen in Europa. Der Konsumklimaindex der Industrie- und Handelskammer Lüneburg Wolfsburg zeigt ebenfalls nach oben. Gleichwohl sind Unternehmen bei der Einschätzung der konjunkturellen Zukunft zurückhaltend, da die Auswirkungen von Mindestlohn und Rente mit 63 noch nicht abschätzbar sind. „Insgesamt gehen wir von einer stabilen bis positiven Entwicklung für unsere Region aus. Davon wird auch unsere Bank profitieren“, ist sich der Vorstand sicher. Andererseits werden die Anforderungen der Bankenaufsicht nochmals steigen. Dadurch werden zusätzlich Mitarbeiter gebunden.

Am 1. August 2015 werden 19 junge Leute aus allen Regionen des Geschäftsgebietes ihre
Ausbildung bei der Volksbank Lüneburger Heide eG beginnen. „Fachkräfte gewinnen wir in erster Linie aus dem eigenen Nachwuchs“, sagte Cord Hasselmann. „Die Aussichten auf einen dauerhaften Arbeitsplatz in der Volksbank sind sehr gut; die Ausbildung ist hervorragend.“

Da auch in diesem Jahr für mehrere Aufsichtsratsmitglieder die Amtszeit endet, standen auf der Vertreterversammlung auch Neu- bzw. Wiederwahlen zum Aufsichtsrat an. Wiedergewählt wurden Dr. Dieter Herzog, Walsrode, Uwe Meyer, Nahrendorf, Heinz Röhrs, Hamburg-Neuenfelde, Günter Rühe, Hanstedt, und Ute Schwanitz,
Buchholz. Frau Dr. Gisela Fabel, Kaarßen, schied wegen Erreichens der Altersgrenze aus dem Gremium aus. Sie wurde zum Abschied für ihr 25-jähriges Mitwirken geehrt.

Der Vorstand – (hinten, von links:) Gerd-Ulrich Cohrs, Heiko Ernst, Cord Hasselmann – gratulierte den wiedergewählten Aufsichtsratsmitgliedern (v. l.) Uwe Meyer, Heinz Röhrs, Ute Schwanitz, Dr. Dieter Herzog und Günter Rühe.
Daten & Fakten

Mit rund 165.000 Kunden, davon über 68.500 Mitgliedern, 600 Mitarbeiterinnen und  Mitarbeitern und über 40 Auszubildenden zählt die Volksbank Lüneburger Heide eG zu den größten Genossenschaftsbanken Niedersachsens. Ihr Geschäftsgebiet erstreckt sich zwischen Hamburg, Hannover und Hagenow. Sie unterhält 55 Filialen.

Die zehn Regionaldirektionen werden jeweils von einem Regionaldirektor geleitet, der mit weitreichenden Kompetenzen ausgestattet und für sein Geschäft in den Filialbereichen direkt verantwortlich ist. Ihm zur Seite steht ein Regionalrat, dessen Mitglieder alle wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereiche repräsentieren.

Die Bank ist ein stabiler Wirtschaftsfaktor. 2014 entrichtete sie 4,2 Mio. Euro Steuern an die Kommunen in der Region. Die Mitarbeiter zahlten weiterhin rund 5,6 Mio. Euro Lohn- und Kirchensteuer. Mit rund 450.000 Euro förderte die Volksbank soziale, gemeinnützige und regionale Projekte in ihrem Geschäftsgebiet. An hiesige Dienstleister und Lieferanten wurden Aufträge in Höhe von 3,3 Mio. Euro vergeben. 2,4 Mio. Euro investierte die Volksbank in Gebäude und Geschäftsausstattung.