Volksbank auf solidem Wachstumspfad

Vertreterversammlung

07.06.2016 - Soltau

Die Volksbank Lüneburger Heide eG war mit ihren strategischen Schwerpunkten Wachstum, Attraktivität und Stabilität (WAS) auch im vergangenen Jahr erfolgreich. Die Kundenbeziehungen wurden intensiviert und ausgeweitet; Kunden- und Mitgliederzahlen stiegen leicht an. Das berichtet der Vorstand der Bank, Gerd-Ulrich Cohrs und Cord Hasselmann, im Jahresbericht 2015.

Auf der Vertreterversammlung, die am 7. Juni im Veranstaltungszentrum „Alte Reithalle“ in Soltau stattfand, stellte Vorstandsmitglied Gerd-Ulrich Cohrs die Geschäftsentwicklung vor. Der Jahresüberschuss beträgt 6,3 Millionen Euro. Aus dem Ergebnis erhalten die Mitglieder wie in den Vorjahren eine Dividende von 6 Prozent, insgesamt 1,8 Millionen Euro. Rund 350 Vertreter und Gäste folgten den Ausführungen.


Weiterhin auf Wachstumskurs

Auf Wachstumskurs

Die Volksbank liegt weiterhin auf Wachstumskurs. Die Einlagen der Mitglieder und Kunden stiegen gegenüber 2014 ebenso wie die Kredite um mehr als 5 %. Dementsprechend erhöhte sich auch die Bilanzsumme auf jetzt 2,76 Mrd. Euro. Das betreute Kundenvolumen wuchs um 5,1% auf 5,2 Mrd. Euro.

Dazu beigetragen hat in 2015 die weiterhin lebhafte Nachfrage nach Baufinanzierungen und gewerblichen Krediten. Das Wertpapiergeschäft konnte ausgebaut werden. Angesichts der im letzten Jahr insgesamt positiven Entwicklung an den Aktienmärkten und des anhaltend niedrigen Zinsniveaus engagierten sich die Anleger verstärkt in Investmentfonds. Erhöht nachgefragt wurden regelmäßige Fondssparanlagen sowie Fondslösungen, die die Chancen mehrerer Anlageformen nutzen.

Ertragslage stabil

Vor dem Hintergrund der schwierigen Zinssituation und der weltweiten Krisen war die Ertragsentwicklung 2015 zufriedenstellend. Der Jahresüberschuss liegt wie erwartet knapp unter dem des Vorjahres. Aus dem Jahresergebnis soll das Eigenkapital als Basis künftigen Geschäftswachstums weiter gestärkt werden. Die Kernkapitalquote der Volksbank erfüllt schon heute deutlich die zukünftigen Eigenkapitalanforderungen nach Basel III, so der Vorstand.

Kundennähe dank Digitalisierung

Blick ins Publikum

Für die Volksbank Lüneburger Heide sind persönliche Nähe und Digitalisierung kein Widerspruch. Den persönlichen Kontakt zu Mitgliedern und Kunden wahrt sie insbesondere über ihre regionale Präsenz. Die digitalen Hilfsmittel will die Bank nutzen, um das Bankgeschäft zu erleichtern, es schneller und nachvollziehbar zu machen. Mathematische Algorithmen könnten zwar ein rechnerisch plausibles Anlageangebot unterbreiten, aber die intuitive, menschliche Bewertung und die persönliche Beziehung würden nicht berücksichtigt.

„Wir haben den technischen Wandel frühzeitig angenommen, passen uns an das geänderte Kundenverhalten an und versuchen, zukünftige Entwicklungen zu antizipieren“, erklärt der Vorstand. „ Wir nutzen die Möglichkeiten zur Kommunikation und erfüllen gleichzeitig das Bedürfnis unserer Kunden nach einem hohen Maß an Online-Sicherheit.“ Parallel dazu setzt die Volksbank verstärkt auf den Ausbau der Service- und Beratungsqualität in ihren Regionaldirektionen.

Als Arbeitgeber attraktiv

Trendence Siegel

Erfolgreiche Unternehmen haben längst erkannt, dass ihre Mitarbeiter das wichtigste Kapital sind, betont der Vorstand. Fach- und Führungskräfte gewinnt die Volksbank in erster Linie aus dem eigenen Nachwuchs. So hatte der Vorstand im Januar 2016 sechs jungen Bankkaufleuten zu ihrem außerordentlich erfolg­reichen Abschluss gratulieren können. Dazu setzt die Bank auf intensive Fortbildung ihrer Mitarbeiter.

2015 beschäftigte die Volksbank in ihren 54 Filialen im Durchschnitt 593 Mitarbeiter, dazu 39 Auszubildende. Allein im August 2015 starteten 19 junge Menschen aus dem gesamten Geschäftsgebiet ihre Ausbildung. Dabei bildet die Volksbank sowohl zum Bankkaufmann/-frau, als auch zur Immobilienkaufmann/-frau und zum Informatikkaufmann/-frau aus sowie im dualen Studium. Die Zahl der Mitarbeiter liegt in etwa auf dem Niveau des Vorjahrs.

Fusionen im GenoVerbund

Logos GenoVerbund

Zukunftsorientiert zeigte sich die Volksbank auch beim Wechsel des Rechenzentrums im April letzten Jahres. Frühzeitig hat sie das Bankverfahren der neuen Fiducia & GAD IT AG eingeführt. Als IT-Dienstleister für rund 1.100 Volksbanken und Raiffeisenbanken in Deutschland verfügt das fusionierte Rechenzentrum über gebündelte Kräfte, gleichsam verdoppelte Erfahrung und ausgewiesenes Know-how zur Weiter­entwicklung zukunftsfähiger Bankdienstleistungen.

Eine Bündelung der Kräfte sieht der Vorstand auch in der anstehenden Verschmelzung der genossenschaft­lichen Zentralinstitute. DZ Bank und WGZ Bank werden als drittgrößte deutsche Bank im August an den Start gehen. Das neue Institut wird mit Blick auf die Regulatorik Doppelinvestitionen vermeiden können und auch hier mit gebündeltem Experten­wissen leistungsstärker in die Betreuung der Genossen­schaftsbanken hineingehen. Nach Ansicht des Vorstands werden die beiden Fusionen helfen, bei der wachsenden Dynamik im Bankenbereich Schritt zu halten, gerade auch als Volksbank vor Ort.

Ausblick

Die anhaltende Niedrigzinsphase wird sich auch weiterhin auf die Ertragslage der Bank auswirken. „Das politische und wirtschaftliche Umfeld und die Entwicklung auf den Weltmärkten bleiben heraus­fordernd, der Auftritt neuer Wettbewerber und die europäische Bankenaufsicht erfordern weiterhin aktives Handeln und großen Einsatz aller Mitarbeiter. Die Volksbank Lüneburger Heide eG ist robust und gut aufgestellt, um hier aus ihrer Stärke heraus zu agieren und auch weiterhin Maßstäbe für die Zukunft zu setzen“, erklärt der Vorstand

Wahlen und Ehrungen

Für mehrere Aufsichtsratsmitglieder endete in diesem Jahr die Amtszeit. Auf der Vertreterversammlung standen daher auch Wahlen an. Wiedergewählt wurden Anke-Rea Conrad (Seevetal), Heinrich Beermann (Schwarmstedt), Andreas Bock (Bomlitz), Heinz Inselmann (Bispingen) und Hans-Heinrich Kanebley (Neu Wulmstorf).

Jürgen Riedel (Stelle) schied wegen Erreichens der Altersgrenze aus dem Gremium aus und wurde verabschiedet. Er hatte 34 Jahre im Aufsichtsrat mitgewirkt, viele Jahre davon als Vorsitzender bzw. stellvertretender Vorsitzender. Für sein Engagement wurde er mit der goldenen Ehrenmedaille des Genossenschaftsverbandes ausgezeichnet.

Heinz Inselmann (Bispingen) und Uwe Meyer (Dahlenburg) erhielten für ihr 25-jähriges Mitwirken im Aufsichtsrat die silbernen Ehrennadel des Genossenschaftsverbandes.

Glückwunsch zur Wiederwahl in den Aufsichtsrat
Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Dieter Herzog (l.) und die Vorstandsmitglieder Gerd-Ulrich Cohrs und Cord Hasselmann (hinten, von links) sowie Dirk Abel (r.), Wirtschaftsprüfer des Genossenschaftsverbandes, gratulieren (v. l.) Andreas Bock, Heinrich Beermann, Anke-Rea Conrad, Hans-Heinrich Kanebley und Heinz Inselmann zur Wiederwahl in den Aufsichtsrat.
Auszeichnung Jürgen Riedel
(Foto, v. r.)Verbandsprüfer Dirk Abel zeichnet Jürgen Riedel, Stelle, für sein 34-jähriges Wirken im Aufsichtsrat aus. Mit ihm freuen sich Ehefrau Birgit Riedel und Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Dieter Herzog.
Ehrung von Uwe Meyer und Heinz Inselmann
Uwe Meyer, Dahlenburg, und Heinz Inselmann, Bispingen (2. und 3. v. l.), erhalten für ihr 25-jähriges Mitwirken im Aufsichtsrat die silbernen Ehrennadel des Genossenschaftsverbandes. Verbandsprüfer Dirk Abel (r.) und Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Dieter Herzog freuen sich auf die weitere Zusammenarbeit.

Daten und Fakten

Mit rund 165.000 Kunden, davon über 69.000 Mitgliedern, ca. 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und ca. 40 Auszubildenden zählt die Volksbank Lüneburger Heide eG zu den größten Genossenschaftsbanken Niedersachsens. Ihr Geschäftsgebiet erstreckt sich zwischen Hamburg, Hannover und Hagenow. Sie unterhält 54 Filialen.

Die zehn Regionaldirektionen werden jeweils von einem Regionaldirektor geleitet, der mit weitreichen­den Kompetenzen ausgestattet und für sein Geschäft in den Filialbereichen direkt verantwortlich ist. Ihm zur Seite steht ein Regionalrat, dessen Mitglieder alle wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereiche repräsentieren.

Die Bank ist ein stabiler Wirtschaftsfaktor. 2015 entrichtete sie 3,1 Mio. Euro Steuern an die Kommunen in der Region. Die Mitarbeiter zahlten weiterhin rund 5,6 Mio. Euro Lohn- und Kirchensteuer. Mit rund 485.000 Euro förderte die Volksbank soziale, gemeinnützige und regionale Projekte in ihrem Geschäftsgebiet. An hiesige Dienstleister und Lieferanten vergab die Bank Aufträge in Höhe von 6,2 Mio. Euro.