Jahresrückblick 2015 - Volksbank auf solidem Wachstumspfad

Steigerungen im Kundengeschäft, erneut 6 Prozent Dividende geplant

08.02.2016 - Winsen (Luhe)

 „Mit unseren strategischen Schwerpunkten Wachstum, Attraktivität und Stabilität (WAS) waren wir auch im vergangenen Jahr erfolgreich“, sagt Gerd-Ulrich Cohrs und Cord Hasselmann, Vorstand der Volksbank Lüneburger Heide eG. Die Einlagen und Kredite stiegen jeweils um ca. fünf Prozent. Die Bilanzsumme beträgt jetzt 2,76 Mrd. Euro,  120 Mill. Euro mehr als 2014, eine Steigerung von über vier Prozent. „Vor dem Hintergrund der schwierigen Zinssituation und der weltweiten Krisen war die Ertragsentwicklung 2015 zufriedenstellend. Unser Jahresüberschuss wird knapp unter dem des Vorjahres liegen“, erläutert der Vorstand. Die Kunden- und Mitgliederzahlen entwickeln sich mit leicht steigender Tendenz. Wie in den Vorjahren soll, wenn der Aufsichtsrat und die Vertreterversammlung zustimmen, eine Dividende von 6 Prozent an die Mitglieder ausgeschüttet werden – insgesamt 1,8 Mio. Euro, ein weiterer Vorteil der Mitgliedschaft. Aus dem Jahresergebnis kann zudem das stabile Fundament weiter gestärkt werden. Bereits heute erfüllt die Volksbank die zukünftigen Eigenkapitalanforderungen nach Basel III mit einer Kernkapitalquote von fast 17 Prozent deutlich. Die Volksbank verzeichnete 2015 weiterhin eine lebhafte Nachfrage nach Baufinanzierungen und gewerblichen Krediten.

Vorstand der Volksbank Lüneburger Heide eG Gerd-Ulrich Cohrs und Cord Hasselmann

Die Anlageentwicklung

Das  Wertpapiergeschäft mit Mitgliedern und Kunden hat die Volksbank im vergangenen Jahr ausgebaut. „Angesichts der insgesamt positiven Entwicklung an den Aktienmärkten und dem anhaltend niedrigen Zinsniveau engagierten sich die Anleger verstärkt in Investmentfonds“, berichtet Cord Hasselmann. Erhöht nachgefragt wurden regelmäßige Fondssparanlagen sowie Fondslösungen, die die Chancen mehrerer Anlageformen nutzen. „Erspartes allein aus den Zinserträgen zu verdoppeln, ist kaum mehr möglich“, so der Vorstand. „Hier gilt es, ganzheitliche Konzepte mit dem Kunden abzustimmen. Wir haben unsere Angebote auf den steigenden Bedarf ausgerichtet und sprechen die Kunden aktiv an.“

Technische Weiterentwicklung

Mit dem Wechsel des Rechenzentrums im April des letzten Jahres konnte die Volksbank frühzeitig auf das zukünftige Bankverfahren der neuen Fiducia & GAD IT AG wechseln. Als IT-Dienstleister für rund 1.100 Volksbanken und Raiffeisenbanken in Deutschland verfügt das fusionierte Rechenzentrum über gebündelte Kräfte, gleichsam verdoppelte Erfahrung und ausgewiesenes Know-how zur Weiterentwicklung zukunftsfähiger Bankdienstleistungen. Eine Bündelung der Kräfte sieht der Vorstand auch in der beschlossenen Verschmelzung der genossenschaftlichen Zentral-institute. DZ Bank und WGZ Bank wollen als drittgrößte deutsche Bank im August an den Start gehen. Das neue Institut wird mit Blick auf die Regulatorik Doppel-investitionen vermeiden können und auch hier mit gebündelter Expertenwissen leistungsstärker in die Betreuung der Genossenschaftsbanken hineingehen. Davon profitiert auch die Volksbank vor Ort..

Digitalisierung

Aus Sicht des Vorstands werden die beiden Fusionen helfen, bei der wachsenden Dynamik auf dem Gebiet der Digitalisierung Schritt zu halten - ein Thema, das die nächsten Jahre prägen wird. „Unser Geschäft wird zunehmend digital. Wir sehen das als Chance, unsere Stärken besser zu präsentieren und auf den Kundenbedarf einzugehen. Dabei verstehen wir die virtuelle Welt als ideale Ergänzung unseres regionalen Geschäftes. Wir nutzen die technischen Möglichkeiten zur Kommunikation mit dem Kunden und bieten ihm ein hohes Maß an Online-Sicherheit“, so Gerd-Ulrich Cohrs.  

Dazu gehört auch das Online-Bezahlverfahren „paydirekt“, das Zahlungen direkt über das Girokonto bei der Hausbank abwickelt. Mit „paydirekt“ kaufen die Kunden sicher im Internet ein, zahlen einfach und ohne Umwege von ihrem Girokonto – genauso wie mit der
VR-BankCard. Die sensiblen Daten bleiben bei der Bank vor Ort.

Natürlich zählt zum sicheren Banking auch die VR-BankingApp, die den Zugriff auf das Konto einfach und bequem von zu Hause oder von unterwegs erlaubt, ebenso wie der Volksbank eigene Browser VR-Protect, der den Angriff von Trojanern und Schadprogrammen wirksam verhindert.

Bereits heute setzen viele Kunden auf die digitale Vernetzung und informieren sich per Smartphone oder direkt im Internet über Bankprodukte. „Diesem Bedarf kommen wir nach und sind auf den gängigen Vergleichsportalen für Finanzierungsanfragen präsent.“

Und mit Blick in die Zukunft: „Bezahlen oder Geldverfügungen am Automaten erfolgen zunehmend per Smartphone“, so der Vorstand.

 

Aussicht für 2016 - Steigerung der Service- und Beratungsqualität

Um die Ertragsaussichten der kommenden Jahre zu sichern, setzt die Volksbank auch verstärkt auf den Ausbau der Service- und Beratungsqualität. „Das wichtigste Kapital der Bank sind unsere kompetenten Mitarbeiter“, so der Vorstand. „Am 1. August 2015 begannen 19 junge Menschen aus allen Regionen unseres Geschäftsgebietes ihre Ausbildung zum Bankkaufmann/ zur Bankkauffrau, aber auch zur Immobilienkauffrau und zum Informatikkaufmann sowie ein junger Mann im dualen Studium“, erläutert Cord Hasselmann.. „Die jungen Leute, die zu uns kommen, behandeln wir von Anfang an als vollwertige Kollegen.“ Vor kurzem, am 20. Januar, hat der Vorstand sechs jungen Bankkaufleuten zu ihrem außerordentlich erfolgreichen Abschluss gratuliert. Die hätten  sich sogleich für die qualifizierte Begleitung bedankt – und für die Möglichkeit, mit neuen Medien zu arbeiten. „Fach- und Führungskräfte gewinnen wir in erster Linie aus dem eigenen Nachwuchs. Um sie gezielt zu fördern, haben wir ein spezielles Programm entwickelt, das über eineinhalb Jahre läuft.“ Auch darüber hinaus setzt die Volksbank auf intensive Fortbildung ihrer Mitarbeiter. Die Aussichten auf einen dauerhaften Arbeitsplatz in der Volksbank sind sehr gut.“

2015 beschäftigte die Volksbank in ihren 54 Filialen im Durchschnitt 612 Mitarbeiter, davon 39 Auszubildende. Damit liegt die Zahl der Mitarbeiter in etwa auf dem Niveau des Vorjahrs.

Für die Entwicklung in 2016 ist der Vorstand zuversichtlich. „Der Start war gut, die ersten Wochen im neuen Jahr liefen erfreulich“, so der Vorstand. Das wirtschaftliche Umfeld und die Entwicklung auf den Weltmärkten blieben spannend, der Auftritt neuer Wettbewerber und die europäische Bankenaufsicht erforderten weiterhin aktives Handeln und großen Einsatz aller Mitarbeiter. „Die Volksbank Lüneburger Heide ist robust und gut aufgestellt, um hier aus ihrer Stärke heraus zu agieren und auch weiterhin Maßstäbe für die Zukunft zu setzen.“