Kontaktlos bezahlen

Vier Wellen vereinfachen das Bezahlen an der Kasse

07.09.2017 - Lüneburg

Ein kleines Symbol steht für schnelles, einfaches und sicheres Bezahlen an der Kasse im Handel, bei Tankstellen oder im Handwerk. Vier Wellen, dem WLAN-Zeichen ähnlich, zeigen, dass an diesem Kassenterminal das kontaktlose Bezahlen mit der girocard (BankCard bzw. ehemals EC-Karte) oder Kreditkarte möglich ist – vorausgesetzt, auch die Karte trägt das Symbol.

Fedor Zimmermann, Regionaldirektor bei der Volksbank Lüneburger Heide eG für den Bereich Lüneburg, erklärt, wie er das kontaktlose Bezahlen sieht: „Für viele Deutsche ist die Karte die beliebteste Bezahlmöglichkeit. Mit der neuen Funktion geht das Bezahlen jetzt noch schneller und ich muss die Karte nicht mehr aus der Hand geben – das hat auch einen hygienischen Aspekt.“

Und wie funktioniert das? „Das Kassengerät zeigt mir den Betrag und ich halte meine Karte nah vor das Terminal – etwa in ein bis drei Zentimeter Abstand. Es folgt ein akustisches oder optisches Signal, und ich weiß, die Zahlung ist erfolgt. Ich erhalte meinen Beleg und der Kontoauszug oder schon die Benachrichtigung per SMS informieren mich darüber, welcher Betrag abgebucht wurde.“

Wie sicher ist das Verfahren? „Es gelten die gleichen bewährten Sicherheitsstandards, die der Kunde beim Einsatz seiner Karte sonst auch kennt. Der geringe Abstand zwischen Karte und Gerät verhindert, dass Zahlungen unbeabsichtigt ausgelöst werden. Es kommen ausschließlich die von der deutschen Kreditwirtschaft zugelassenen und geprüften Terminals zum Einsatz. Falls das Terminal mehrere Karten gleichzeitig erkennt, wird die Transaktion automatisch abgebrochen. Und durch bloßes Vorbeigehen an einem Lesegerät lässt sich kein Geld von der Karte abbuchen.“

Benötigt man seine PIN? „Für geringe Bezahlbeträge bis zu 25 Euro entfällt in der Regel die Eingabe einer PIN. Als Schutzmaßnahme ist das mehrmalige kontaktlose Bezahlen ohne PIN auf insgesamt 100 Euro begrenzt. Das Limit wird nach jedem Einsatz der Karte mit PIN am Geldautomaten oder auch am Bezahlterminal wieder auf diesen Betrag zurückgesetzt.“

Werden Kundendaten übermittelt? „Grundsätzlich wird bei girocard-Zahlungen das Prinzip der Datensparsamkeit angewendet. Es werden nur die Daten übertragen, die für eine girocard-Zahlung zwingend notwendig sind. Auf dem Chip sind keine wichtigen persönlichen Daten wie Name, Adresse oder IBAN gespeichert. Im Übrigen hat die Deutsche Kreditwirtschaft bei der Entwicklung frühzeitig die Datenschutzbehörden in Deutschland kontinuierlich eingebunden und deren Empfehlungen berücksichtigt.“

Was ist zu tun, bei Verlust der Karte? „Die Karte muss umgehend gesperrt werden: beim Bankberater oder über die zentrale Sperrrufnummer 116 116 (international: +49 116 116) unter Angabe der IBAN. Darüber hinaus sollte es bei Diebstahl immer zusätzlich der Polizei gemeldet werden.“