Vertreterversammlung der Volksbank Lüneburger Heide eG:

„Wir sind fit für die Zukunft“

21.05.2019 - Winsen

Ein letztes Mal präsentierte Vorstandsmitglied Cord Hasselmann die Ergebnisse „seiner“ Volksbank Lüneburger Heide eG auf der diesjährigen Vertreterversammlung. In der Winsener Stadthalle hieß er dazu am Dienstagabend rund 400 Teilnehmer willkommen.

Ein letztes Mal, da Hasselmann im Sommer in den Ruhestand geht. Ihm folgt Ulrich Stock, derzeit Vorstandsvorsitzender der VR Bank Bamberg eG. Stock wird zukünftig mit Stefanie Salata und Gerd-Ulrich Cohrs die Volksbank Lüneburger Heide eG leiten. Er verantwortet dann das neue Vorstandsressort „Omnikanal“.

Dr. Dieter Herzog, Vorsitzender des Aufsichtsrats, führte durch den Abend und begrüßte zunächst die Teilnehmer. Unter ihnen zahlreiche Ehrengäste wie der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Winsen, André Bock sowie der Erste Kreisrat des Landkreises Harburg, Kai Uffelmann.

Herzog lud alle Anwesenden dazu ein, an dem Abend einen Teil des digitalen Angebots der Bank kennenzulernen. Hierfür hatte die Genossenschaft sechs große Bildschirme aufgebaut. „Die Nutzung digitaler Angebote nimmt deutlich zu. Als Kunde erwarte ich, dass es einfach, schnell und sicher geht – am liebsten rund um die Uhr. Die Kolleginnen und Kollegen zeigen Ihnen Beispiele, wie das für Privat- und Geschäftskunden funktioniert. Da steckt viel Neues und auch einiges Zukünftiges drin. Technisch können wir mit anderen Kreditinstituten gut mithalten – und in Punkto Sicherheit haben wir oft einen höheren Standard. Wir sind fit für die Zukunft.“

Doch nicht nur digital und persönlich sei die Bank gut aufgestellt, sondern auch telefonisch, so Herzog. Und er nannte den Grund dafür: „Unser DialogCenter wurde personell verstärkt und ist länger erreichbar“.

Volksbank-Vorstand Cord Hasselmann
Blickt zuversichtlich auf das neue Geschäftsjahr: Volksbank-Vorstand Cord Hasselmann

Den nächsten Punkt auf der Tagesordnung, „Bericht des Vorstands“, übernahm Cord Hasselmann. Zufrieden erklärte er: „Wir blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück und haben in schwierigen Zeiten erfolgreich gewirtschaftet." Er warf zunächst einen Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung Europas und der Welt.

Es folgte ein Rückblick auf das Geschäftsjahr 2018: Für die Kunden sei das Einlagengeschäft trotz der weiterhin niedrigen Zinsen interessant: „Wir sind für sie ein sicherer Hafen – das ehrt uns“, so Hasselmann. Negativzinsen seien zur Zeit noch kein Thema. Trotzdem müsse man „in´s Gespräch kommen, um auch zukünftig eine Bepreisung zu umgehen“.

„Auf der anderen Seite bleibt dank der niedrigen Zinsen das Kreditgeschäft ein wesentlicher Wachstumsfaktor. Die Nachfrage, zum Beispiel nach Baufinanzierungen, ist weiter hoch“. Diesem Trend folgt die Bank. Zum Beispiel mit dem Baugebiet „Am Apfelgarten“ in Neuenkirchen. Dieses wird aktuell vom Tochterunternehmen der Genossenschaftsbank, der GEB (Gesellschaft für Entwickeln und Bauen), vermarktet.

„Wenn in der heutigen Zeit jemand über Zinsen stöhnt, hat er ein Geldanlage- und kein Kreditproblem“, so Hasselmann augenzwinkernd.

Aber auch selbst investiert die Bank in verschiedene Bauvorhaben. 2018 eröffnete sie die Lüneburger Filiale IlmenauGarten. In der vergangenen Woche bezogen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DialogCenters Nenndorf ihre neuen Arbeitsplätze. Zur Zeit entstehen Neubauten in Salzhausen und Winsen. Und in ein paar Jahren soll in Soltau das geplante VolksbankHaus die Innenstadt aufwerten.

Besonders freute sich Cord Hasselmann über die weiter gewachsene Gemeinschaft der Volksbankmitglieder. Ihre Zahl stieg insgesamt um 2.600 auf über 75.600. „Der anhaltende Zuwachs zeigt uns, dass wir weiterhin das Vertrauen unserer Kunden genießen. Selbst gestandene Parteien wären stolz auf solche Mitgliederzahlen“, so Hasselmann.

Insgesamt blickt Hasselmann zuversichtlich auf das neue Geschäftsjahr. „Unsere Bank hat die Stärke, die Chancen der Veränderung erfolgreich zu nutzen. Wir sind gut gerüstet, haben unsere Mitarbeiter vorbereitet.“

Er dankte in diesem Zusammenhang den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement sowie den Mitgliedern und Kunden für ihr Vertrauen.

Marco Schulz, Vorstandsmitglied des prüfenden Genossenschaftsverbands, attestierte der Bank eine einwandfreie Geschäftsführung.

Vorstand und Aufsichtsrat schlugen vor, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende in Höhe von 6 Prozent an die Mitglieder auszuzahlen. Dieser Vorschlag wurde einstimmig von den 230 Vertretern angenommen. Ebenso einstimmig entlasteten sie den Vorstand und mit deutlicher Mehrheit (1 Gegenstimme) auch den Aufsichtsrat.

Aus dem Aufsichtsrat verabschiedeten sich an diesem Abend Heinrich Beermann, Andreas Bock und Hans-Heinrich Kanebley. Sie konnten aufgrund der Altersbegrenzung nicht wiedergewählt werden. Für sie rückten Klaus Grünhagen aus Visselhövede und Henning Kuhlmann aus Asendorf nach. Geehrt wurde außerdem Marianne van Gunst – sie engagiert sich seit 25 Jahren im Aufsichtsrat der Bank.