Der Volksbank-Zug nimmt weiter Fahrt auf

Vertreterversammlung in Soltau

29.05.2018 - Soltau

Bei der Vertreterversammlung der Volksbank Lüneburger Heide eG am Dienstagabend in Soltau präsentierte Volksbank-Vorstandsmitglied Gerd-Ulrich Cohrs erneut ein gutes Ergebnis. „Der Volksbank-Zug hat Fahrt aufgenommen: 2015 war zügig, 2016 dyna-misch und 2017 temporeich“, schilderte er den ca. 300 Vertretern und rund 100 Gästen aus dem gesamten Geschäftsgebiet.

Vorstand Gerd-Ulrich Cohrs

Niedrige Zinsen, verändertes Kundenverhalten und Digitalisierung waren 2017 die großen Herausforderungen für die Volksbank Lüneburger Heide eG. „Diese Herausforderungen haben wir angenommen und unsere gute Entwicklung der vergangenen Jahre fortgesetzt“ so Cohrs und belegte den Erfolg mit Zahlen: Die Summe aller Kredite, Einlagen und Wertpapiere der Volksbank-Kunden beläuft sich auf 5,9 Milliarden Euro (+ 6,3 % im Vergleich zum Vorjahr). Der Kreditbestand erhöhte sich um 124 Millionen auf 1,69 Milliarden Euro. Dies hat die Bank vor allem fleißigen Häuslebauern als auch rührigen Geschäftsleuten zu verdanken. „Alle berechtigten Kreditwünsche konnten und können wir erfüllen. Das liegt unter anderem an unseren wortwörtlich

ausgezeichneten Beratern“ sagt Gerd-Ulrich Cohrs und nannte hier beispielhaft Dennis Zelmer aus Buchholz, der 2017 von DZ Bank und der KfW Bankengruppe (Kreditanstalt für Wiederaufbau) als Deutschlands bester Fördermittelberater ausgezeichnet wurde.

Auf der Einlagenseite verzeichnete die Volksbank Lüneburger Heide eG einen Zuwachs von 144 Millionen auf nun 2,4 Milliarden Euro, zumeist in Form von Tages- oder Festgeld. „Leider verpasst eine deutliche Mehrheit der Deutschen immer noch die Möglichkeit, an den Unternehmensgewinnen durch Dividenden teilzuhaben“, so Cohrs in seinen Ausführungen. Und weiter: „Wir wollen auch in Zukunft Negativzinsen vermeiden und für unsere Kunden stattdessen andere attraktivere Anlageformen finden.“

Dass das Volksbank-Geschäftsmodell für Mitglieder nach wie vor attraktiv ist, beweisen die Mitgliederzahlen. Nach 4300 Beitritten im Jahr 2017 sind bis Ende April schon weitere 2000 Mitglieder der Genossenschaft beigetreten. Mitglieder erhalten nicht nur die  Dividende - seit Kurzem gibt es für sie die goldene Bankkarte, mit der sie bei über 50 regionalen und 16.000 bundesweiten Partnerunternehmen Geld sparen können. Das können Eintrittsrabatte, Vergünstigungen im Einzelhandel und in der Gastronomie sowie viele weitere Serviceleistungen sein. Einige der regionalen Partner stellten sich am Rande der Vertreterversammlung in Soltau vor.

Dank des Eigenkapitals von rund 300 Millionen Euro konnte der Vorstand dem Aufsichtsrat vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 6% auszuschütten – wie in den vergangenen Jahren auch.

Das Jahresergebnis für 2017 weist eine Bilanzsumme von 3,16 Milliarden Euro aus. Während der Zinsüberschuss zurückging, verbesserten sich die Einnahmen im Provisionsgeschäft, die betrieblichen Aufwendungen verringerten sich etwas.

Mit 27,6 Millionen Euro liegt das Betriebsergebnis vor Bewertung in etwa auf Vorjahresniveau, der Jahresüberschuss nach Steuern beträgt 6,5 Millionen Euro.

Aus Sicht Vorstandes hat sich somit die WAS-Strategie (Wachstum, Attraktivität, Stabilität) bewährt und ist auch 2018 Grundlage der geschäftlichen und gemeinnützigen Aktivitäten der Volksbank Lüneburger Heide eG.

Zufrieden ist der Vorstand auch mit der Umsetzung ihres Regionalkonzeptes. Getragen wird dieses von den Mitgliedern, sie bilden den Regionalrat. Die Mitarbeit hier ist stark nachgefragt, so dass die Anzahl erst kürzlich von 87 auf 103 Regionalräte erhöht wurde.

„Beim Thema Digitalisierung ist es uns wichtig, die Mitarbeiter mitzunehmen“ sagt Cohrs. Daher werden derzeit in dem Projekt „Digitalisierungsreise“ die Kenntnisstände der einzelnen Mitarbeiter analysiert und weiterentwickelt.

Auch im Filialbereich gibt es einige Veränderungen – Neubauten in Sprötze und Ramelsloh sowie ein neues Filialkonzept, das als Pilotprojekt in diesem Jahr in Lüneburg im Ilmenaugarten entsteht.

In Soltau ist ebenfalls ein neues Konzept geplant und in Winsen baut die Volksbank ihr Kreativhaus, „um guten Ideen Raum zur Entwicklung zu geben“ so Cohrs.

Auch das soziale Engagement der Volksbank wurde 2017 breiter aufgestellt: Zusätzlich zu den Ausschüttungen der Reinerträge aus dem Gewinnsparen in Höhe von 200.000 Euro wurde mit der Spenden-Plattform „Viele schaffen mehr“ ein weiteres Instrument zur Förderung gemeinnütziger Einrichtungen etabliert. Hier wurden 30 Projekte mit insgesamt 55.000 Euro gefördert.

Cohrs dankte den Mitarbeitern für ihr Engagement und ihre Treue zum Unternehmen: So wurden 2017 zehn Mitarbeiter für 40-jährige Unternehmenszugehörigkeit ausgezeichnet, 22 Mitarbeiter sind seit 25 Jahren im Unternehmen tätig.

Der Aufsichtsrat schlug der Versammlung vor, aus dem Jahresüberschuss von knapp 6,5 Millionen Euro eine Dividende in Höhe von 6 % Prozent (1,8 Millionen Euro) auszuschütten und die Rücklagen mit weiteren 2,3 Millionen Euro zu stärken.

Die Zukunft sieht der Vorstand positiv. „Die Volksbank liegt in einer interessanten Region und die Wirtschaft wird weiter wachsen“, so die Prognose von Cohrs. Viele Ideen zur Gestaltung der Zukunft ihrer Bank kommen auch direkt aus den Reihen der Mitarbeiter. „Die Art und Weise, wie man in einer Gruppe zu Lösungen kommt, organisieren sie selbstständig. Das macht stolz“, sagte Cohrs.

Im Anschluss an die Versammlung gab es noch eine Ehrung und einen Abschied:

Für 25-jährige Aufsichtsratstätigkeit wurde Anke-Rea Conrad geehrt. Nach fast 35 Jahren Aufsichtsratstätigkeit wurde Heinz Röhrs aus dem Gremium verabschiedet.

Die zur Wiederwahl stehenden Aufsichtsratsmitglieder, Ute Schwanitz,
Dr. Dieter Herzog, Uwe Meyer und Günter Rühe wurden einstimmig wiedergewählt.