Jahrespressegespräch

Volksbank mit Geschäftsverlauf zufrieden und stellt Weichen für 2020

05.02.2020 - Lüneburg

Die Volksbank Lüneburger Heide eG konnte auch in 2019 die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fortsetzen. Das Vorstandstrio Gerd-Ulrich Cohrs, Ulrich Stock und Stefanie Salata zeigt sich zufrieden.

Die Volksbank Lüneburger Heide eG hat das Geschäftsjahr 2019 mit einem soliden Ergebnis beendet. Die Bilanzsumme als wesentliche Kenngröße stieg bis zum Jahresende 2019 um 5,3 Prozent auf gut 3,5 Mrd. Euro. Damit zählt sie zu den großen in Niedersachsen. Hinter ihrer finanziellen Stärke und wirtschaftlichen Bedeutung für die Region steht die breite Basis von 79.000 Mitgliedern. Der Vorstand hat die Bank in 2019 stark auf den Markt ausgerichtet, setzt auf moderne Vertriebsstrukturen und treibt die Fokussierung auf Mitglied und Kunde voran.

Seit Jahren wächst die Gemeinschaft der Mitglieder kräftig. Im letzten Jahr gewann die Bank mehr als 5.200 neue Mitglieder. „Genossenschaft heißt Mitgliederverpflichtung und Mitbestimmung. Unsere Werte wie Nachhaltigkeit, Nähe und Solidarität sind heute moderner denn je. Dazu verfügen wir über moderne Werkzeuge und überzeugende Beratungsansätze für unsere Mitglieder,“ erläutert der Vorstand. „Das macht uns Volksbanken zur modernsten Bankengruppe in Deutschland.“ Die Mitglieder als Teilhaber der Bank profitieren vom Erfolg, und ein vielfältiges Mehrwertprogramm sorgt zusätzlich dafür, dass eine Mitgliedschaft sich auszahlt. „Einerseits bieten wir gemeinsam mit unseren Verbundpartnern wie der R+V Versicherung interessante Produktlösungen an; andererseits sind wir Teil von „MeinPlus“." Dafür sind die Mitgliedschaft bei der Volksbank und damit die goldene girocard erforderlich. Dann kann der Kunde ein Netz von bundesweit gut 17.000 Händlern, Online-Shops oder auch Gastronomen nutzen, die individuelle Vorteile – in Form von Direktrabatten, über Zugaben oder Serviceleistungen – bieten."

Vorstände der Volksbank Lüneburger Heide

Starkes Wachstum im Kerngeschäft

Union Invstment - Aus Geld Zukunft machen

Das Wachstum der Bank in 2019 zeigte sich in einer hohen Einlagen- und Kreditentwicklung. So sind die Einlagen der Mitglieder und Kunden im vergangenen Geschäftsjahr trotz der herausfordernden Zinssituation auf 2,8 Mrd. Euro gestiegen. Für den Vorstand Ausdruck des Sicherheitsstrebens der Kunden. Gleichzeitig stieg die Bereitschaft, in Wertpapiere zu investieren. Davon und von einer gezielten Ansprache der Kunden profitierten die Wertpapierumsätze

Seit November 2019 stellt die Volksbank darüber hinaus einen online-Anlage-Assistenten bereit - MeinInvest. Auf Basis von Algorithmen erstellt der Robo-Advisor ein geeignetes Portfolio. Kunden erhalten so Zugriff auf eine professionelle und digitale Vermögensverwaltung.

Beim Thema Negativzinsen bleibt die Bank kundenorientiert: Negativzinsen nur für vermögende Privatkunden. „Kunden mit hohen Guthaben werden gezielt angesprochen. Hier gibt es sinnvolle Alternativen – Wertpapiere und zunehmend Immobilien. Vermögensstrukturierung bleibt ein wichtiges Thema für unsere Kunden,“ erklärt der Vorstand. In Einzelfällen trifft die Bank mit ihren Kunden Vereinbarungen, die die Option der Negativzinsen beinhaltet. „Unsere Kunden haben gemeinsam mit uns auch im laufenden Jahr viele Ansatzpunkte, ihre Performance zu verbessern,“ ist der Vorstand überzeugt. „In 2019 haben wir begonnen, uns im Individualkundengeschäft neu aufzustellen. Das setzen wir konsequent fort – unter anderem mit einem engen Zusammenspiel zwischen dem Kunden einerseits und dem Unternehmens- und dem Vermögensbetreuer andererseits. Wir setzen ganzheitlich an. Privat und geschäftlich, Anlage und Kredit gehören zusammen.“ Dass die Bank leistungsfähig ist, honoriert auch der Mittelstand. „Es gibt eine wachsende aktive Nachfrage seitens der Unternehmen,“ so der Vorstand. „Wir sind fachlich gut aufgestellt und haben engagierte Mitarbeiter. Das merken und wissen unsere Kunden.“

Die andere Seite der niedrigen Zinsen zeigt sich in einem starken Kreditgeschäft – mit einer Wachstumsrate von 6,6% und einem Kreditvolumen von 1,94 Mrd. Euro. Hinter dem Zuwachs von über 120 Mio. Euro stehen einerseits ein herausragendes Neugeschäft, andererseits hohe Tilgungen bestehender Kredite. Zinsgünstige Immobilienkredite forcieren die Bautätigkeit und gleichzeitig erlebt die Bank eine starke Nachfrage nach Gewerbekrediten. „Gerade bei Baufinanzierungen gibt es einen starken Wettbewerb. Wir wollen unsere Kunden schneller erreichen und schnelle Entscheidungen treffen. Dafür werden wir noch in diesem Jahr neue Lösungen anbieten.“

Mitarbeiter und Filialen

Ausbildungsjahrgang 2019 der Volksbank Lüneburger Heide
Unser Ausbildungsjahrgang 2019

Omnikanal – bessere Erreichbarkeit und schnellere Wege des Kunden

Die Erwartungen unserer Kunden an eine moderne Bank haben sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Die Zahl der Kunden, die alles mit und in ihrer Filiale machen, ist deutlich rückläufig. Gleichzeitig steigt die Zahl derer, die alles digital abwickeln möchten. Dazwischen findet sich die deutliche Mehrheit der Kunden, die alle Wege nutzen und beliebig zwischen Filiale, Online und Telefon wechseln wollen – gerade bei komplexen Themen.

In den letzten Jahren hat die Volksbank ihr Leistungsangebot im Onlinebereich kontinuierlich ausgebaut. Die Weiterentwicklungen der Anwendungen und Angebote zeigen eine zunehmende kundenorientierte Vernetzung sämtlicher Vertriebswege, die so zu einer Einheit werden.

Dabei spielt das hauseigene DialogCenter eine wesentliche Rolle. „Schon heute bietet das DialogCenter ein umfassendes Servicepaket an, darin seit Jahresende auch (Live)Chat und Chatbot. Im Laufe der nächsten Jahre kommt der VideoService hinzu, den wir bereits ab dem 6. Februar in unserer Filiale in Ramelsloh testen werden.“ Auch bei abweichenden Öffnungszeiten der einzelnen Filialen wäre dann künftig die Bank nahezu flächendeckend von 8 -19 Uhr aus den Filialen heraus zu erreichen.

Damit gibt es für die Kunden auch keine Unterscheidung mehr zwischen Zeiten für Beratung und Zeiten für Service. Die Bank ist von 8 – 19.00 Uhr erreichbar, ein Angebot, das von immer mehr Kunden erwartet und genutzt wird. Dabei zeigt sich für die Volksbank, dass eine Terminvereinbarung für eine qualifizierte Beratung eine gute Basis darstellt. Sie ermöglicht es dem Berater, sich vorzubereiten. Er kann den Kunden auf ggf. mitzubringende Unterlagen hinweisen und insbesondere sich ausreichend Zeit nehmen. „Eine gute Möglichkeit, Unterlagen vorzubereiten oder auszutauschen, bietet dabei das ePostfach des OnlineBankings. Es ist sicher, zuverlässig und jederzeit erreichbar,“ so die Vorstände. „Das ePostfach ist darüber hinaus auch ein wichtiger Schlüssel in der Kundenkommunikation. Mitteilungen werden schnell zugestellt. Kontoauszüge und Depotunterlagen sicher und ressourcenschonend verwahrt.“

Die Anzahl der Online-Nutzer steigt kontinuierlich an. Damit auch die Zahl derjenigen, die auf mobile Apps setzen. Vor allem jüngere Kunden nutzen dann auch die Möglichkeiten, mobil mit dem Smartphone zu bezahlen oder per „Kwitt“ Geld an Freunde zu überweisen.

Für dieses Jahr erwartet die Bank auch die Nutzung eines neuen Authentifizierungssystem auf Basis der Zugangsdaten für das OnlineBanking. Schon heute kann der Kunde sich mit seinem Bank-Login bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall anmelden. Andere Unternehmen der Finanzgruppe werden in Kürze folgen. Kunden müssen sich also weniger Passwörter merken. Einmal angemeldet, greifen sie auf die verbundweiten Anwendungen schnell, bequem, kanalübergreifend und ohne Medienbrüche zu. Gleichzeitig bleibt ihre digitale Identität sicher verwahrt. Das gleiche gilt auch, wenn über den Vermittler, die Firma YES®, Unternehmen außerhalb der Finanzgruppe angeschlossen werden. Dabei behält der Kunde immer den Überblick, gegenüber welchen Unternehmen er sich so legitimiert hat.

Erreichbarkeit der Volksbank Lüneburger Heide

Bautätigkeit

In Salzhausen wird aktuell das neue Bankgebäude fertiggestellt. Anfang April soll der Umzug erfolgen.

Auf dem Volksbankgrundstück in der Winsener Innenstadt nimmt das Kreativhaus Formen an. Mit knapp 1.000 Quadratmetern Nutzfläche bietet es ab Mitte des Jahres Platz für 40 Arbeitsplätze. Für den Vorstand und für MitarbeiterInnen, die eng mit ihm zusammenarbeiten.

In Soltau steht der Umzug in das Ausweichquartier bevor. Zurzeit laufen die notwendigen Arbeiten zur Einrichtung der Arbeitsplätze. Bis Ende des Jahres soll dann das alte Haus abgerissen sein; in zwei bis drei Jahren soll der Neubau mit Bank, als Wohn- und Geschäftshaus die Innenstadt aufwerten.

In Neuenkirchen erschloss und vermarktete die Tochtergesellschaft der Volksbank GEB (Gesellschaft für Entwickeln und Bauen) das Baugebiet „Am Apfelgarten“. In kurzer Zeit waren alle Grundstücke verkauft.

In diesem Jahr vermarkt die GEB unter anderem Wohnimmobilien in Maschen. Außerdem erschließt sie weitere Baugebiete in Bispingen, Amelinghausen, Drestedt und Visselhövede. Auch hier rechnet die Bank mit einer guten Resonanz: „Die Bauherren wissen, dass wir sie gut beraten und begleiten. Bei uns bekommen sie alles aus einer Hand und schnelle Entscheidungen.“

Weiter erklärt der Vorstand. „Im Immobiliengeschäft sehen wir einen interessanten, zukunftsfähigen Markt. Wir werden hier investieren und unser Engagement ausbauen.“ Aktuell werden dafür die Rahmenbedingungen geschaffen. Dazu gehört eine stärke Vernetzung der Volksbank mit ihren Tochterunternehmen.

Ausblick und Fazit

Mit Spannung blickt die Bank auf die politischen Entwicklungen. Der Brexit wird gerade vollzogen; jetzt gehe es um die konkreten Ausgestaltungen der Verträge und wirtschaftlichen Entwicklungen in und mit dem vereinigten Königreich. In Amerika sei der Wahlkampf in vollem Gange und der US-Präsident für jede Überraschung, die ihm vermeintlich Wählerstimmen bringe, gut. In Deutschland müssten sich die (einstigen) Volksparteien behaupten.

Seitens der Zentralbank erwartet die Volksbank wenig Veränderungen. Unter der neuen EZB-Präsidentin Christine Lagarde sei beim Thema Geldpolitik erst einmal alles beim Alten geblieben. „Zurzeit beträgt der EZB-Leitzins 0 Prozent. Der Zinssatz, zu dem wir Geld bei der EZB anlegen, beträgt seit September 2019 -0,5 Prozent“ so der Vorstand. „Wir rechnen in absehbarer Zeit auch nicht mit einem Zinsanstieg. Auch wenn Frau Lagarde jetzt die geldpolitische Strategie der Zentralbank auf den Prüfstand stellt.“

Für die Finanzinstitute in Deutschland werden die regulatorischen Anforderungen weiter wachsen. Dabei spielen Themen wie Eigenkapitalausstattung und Nachhaltigkeit eine zunehmend wichtigere Rolle. Damit werden Themen angesprochen, die zum Wesen einer Genossenschaft gehören. Und die Eigenkapitalausstattung bewertet der Vorstand als gut und überdurchschnittlich. Das ermögliche es der Bank, aus einer Position der Stärke die Entwicklungen aktiv zu gestalten und Veränderungen mit Kraft und Willen anzugehen.

Für das aktuelle Geschäftsjahr gilt: „Wir wollen weiterhin unsere Leistungsfähigkeit und unser Beratungsangebot steigern. Deshalb werden wir auch in Zukunft dort sein, wo und wann unsere Kundinnen und Kunden uns brauchen – erreichbar für sie persönlich und vor Ort, über unser DialogCenter mit umfassenden Serviceangeboten von 8 – 19 Uhr und über digitale Kanäle zu jeder Uhrzeit. Nähe und Digitalisierung ist für uns kein Widerspruch. Mit den heutigen und künftigen Möglichkeiten ist es genau das, was unsere Kunden erwarten und wie sie gezielt unsere Leistungen für die Steigerung ihrer Lebensqualität nutzen können."