Brot- und Brötchenprüfung in Winsen

Sechs Betriebe der Bäcker-Innung beteiligen sich an Qualitätsprüfung

19.08.2017 - Winsen (Luhe)

Brot- und Brötchenprüfung in Winsen
Brotprüfer Michael Isensee (rechts) und Obermeister Karl-Heinz Wohlgemuth (links) zeigen Gastgeber Uwe Peters, Regionaldirektor der Volksbank Lüneburger Heide, worauf es bei der Brot- und Brötchenprüfung ankommt. (Foto: Kreiszeitung Wochenblatt)

Ein wenig ungewohnt ist es schon, wenn es beim Betreten einer Bank nach frischen Backwaren duftet. Doch einmal im Jahr muss es so sein, wenn die Bäcker-Innung der Kreise Harburg und Lüneburg in der Volksbank Lüneburger Heide in Winsen mit der öffentlichen Qualitätsprüfung des Deutschen Brotinstitutes zu Gast ist. Gestern war es wieder so weit: Sechs Innungsbetriebe ließen insgesamt 52 Produkte testen.

Bäckermeister Michael Isensee vom Deutschen Brotinstitut war mit dem Ergebnis zu frieden. Es gehe um den Feinschliff der Backwaren, denn „backen können sie alle", sagt der Brotprüfer über die Teilnehmer. Der Bäckermeister mit Zusatzausbildung prüft die Qualität von Broten und Brötchen anhand von sechs Kriterien: Form und Aussehen, Oberfläche und Kruste, Lockerung und Krumenbild, Struktur und Elastizität, Geruch sowie Aroma. Das Ziel der Prüfung, an der die Betriebe freiwillig teilnehmen, ist die Qualitätssicherung der Produkte. Und gerade die sei für die Bäcker entscheidend, ist Obermeister Karl-Heinz Wohlgemuth überzeugt.

Das Bäcker-Handwerk sehe sich seit Jahren der harten Konkurrenz des Lebensmitteleinzelhandels gegenüber, so der Obermeister. Da könne man als einzelner Handwerksbetrieb nur seine Stärken ausspielen, und die liegen in der Qualität und Vielfalt der Produkte. Aus diesem Grund sei das Angebot des Deutschen Brotinstitutes, das mit jährlich über 20000 geprüften Broten und anderen Backwaren als führendes Prüfinstitut für Brotqualität in Deutschland gilt, sehr willkommen.

Die teilnehmenden Betriebe erhalten ein ausführliches Gutachten für ihre einzelnen Produkte. Darin sind auch Empfehlungen enthalten, die zu einer Qualitätsverbesserung führen. Meist seien es nur Kleinigkeiten, die verändert werden müssen, um ein noch besseres Ergebnis zu erzielen, so Isensee. Die Prämierung der Produkte ist dabei mindestens eine so gute Werbung wie die öffentliche Durchführung der Qualitätsprüfung, bei der alle Interessierten probieren dürfen.