Das etwas andere Weihnachten

Als feststand, dass es für mich in die USA geht, war mir klar, dass ich Weihnachten nicht zuhause verbringen werde. Mir ist der Flug zu teuer und leider auch zu lang.

Mein Wunsch war daher von Anfang an, eine Familie zu finden, die mich über die Feiertage aufnimmt. Und was denkt ihr, bin ich fündig geworden? Ja bin ich tatsächlich, allerdings ist mein Weihnachtsfest ein wenig anders ausgefallen, als ihr es euch nun vielleicht vorstellt 🎅.

Aufgenommen wurde ich von einem guten Freund (namens Isaac) und seiner Familie. Seine Eltern, die gebürtig aus Hongkong und Vietnam kommen, sind seit mehr als 30 Jahren in Kalifornien zuhause. Sie wohnen in Laguna Niguel, was im Süden Kaliforniens, quasi auf halber Strecke von Los Angeles nach San Diego liegt. Das war für mich natürlich mega praktisch, da ich die beiden Städte noch auf meiner ToDo Liste hatte .

Nachdem ich also am 16.12. mit Isaac Richtung Süden aufgebrochen und vom 18. bis zum 22.12 vier Tage alleine durch San Diego getingelt bin, trudelte ich am Sonntagabend pünktlich zum Abendessen wieder in Laguna Niguel ein.

Beim Dinner sollte dann nicht nur fancy Essen sondern auch eine Überraschung auf mich warten. Isaac’s Eltern hatten ein Hotelzimmer in Las Vegas für uns alle gebucht.

Da sie kein traditionelles Weihnachten feiern, es keinen Weihnachtsbaum oder Geschenke geben sollte und die Geschäfte am 25.12. hier logischerweise alle geschlossen haben, klang der Ausweg in das „niemals“ schlafende Las Vegas sehr verlockend. Außerdem könnte ich damit eine weitere Stadt und ebenfalls einen weiteren Bundesstaat auf meiner ToDo Liste abhaken ✔️🙂👍.

Nachdem Isaac und ich eine Nacht drüber geschlafen und wir zum Entschluss gekommen sind, dass wir beide nicht wüssten was wir hier die ganze Zeit alleine machen sollten, stand der Entschluss fest – „Christmas in Las Vegas“.

An Heiligabend ging es dann erst noch einmal mit versammelter Mannschaft zum Crossfit. Isaac und seine Familie teilen praktischerweise meine Liebe zum Crossfit weshalb wir am Morgen vom Christmas Eve erst einmal alle zusammen bei „12 days of Christmas“ (Weihnachtsworkout) geschwitzt haben .

Danach ging es geschwind nach Hause, es wurden die Sachen gepackt und Essen vorbereitet während ich noch schnell mit meiner Familie in Deutschland gefacetimed habe 🙂 .

Mit Sack und Pack haben wir uns dann auf den Weg gemacht und kamen vier Stunden später im Palazzo in Vegas an.

Das etwas andere Weihnachten

Überwältigt vom Las Vegas Strip mit all den atemberaubenden Hotels und der Tatsache, dass wir in einem dieser für zwei Nächte wohnen werden, ging es dann erstmal zum Abendessen. Zusammenfassend war mein Weihnachtsfest in erster Linie von gutem Essen, ein paar touristischen Momenten und Sport geprägt. Dennoch war Las Vegas weniger spannend als ich es mir vorgestellt habe.

Ich bin glücklich mal dort gewesen zu sein, aber freue mich noch mehr wenn ich das nächste Weihnachtsfest wieder mit meiner Familie unter einem schön geschmückten Weihnachtsbaum verbringen kann 🎄😊 .

Eure Henny