An was muss man eigentlich alles denken?

Hallo zusammen,

ich melde mich mal wieder aus dem 9000km entfernten Kalifornien. Diesmal möchte ich euch ein wenig darüber erzählen, an was man alles denken muss, wenn man in den USA studieren möchte. Stipendien, Versicherungen, TOEFL, GRE, Visum und Impfungen sind meiner Meinung nach die wichtigsten Punkte.

Fangen wir mal chronologisch an: Vor ca. 1,5 Jahren habe ich mich schon damit beschäftigt, wo und was ich in den USA machen möchte. Die Deadlines für die meisten Stipendien sind nämlich bereits im Sommer, ein Jahr bevor ihr ins Ausland gehen würdet. Ich persönlich habe mich beim DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) und bei Fulbright beworben. Ich würde es jedem empfehlen, bei beiden Organisationen eine Bewerbung einzureichen, auch wenn dies doppelter Aufwand bedeutet, da die Bewerbungen ziemlich unterschiedlich sind (beginnt schon bei der Sprache – Fulbright auf englisch, DAAD auf deutsch). Im Endeffekt erhöht man dadurch jedoch seine Chancen eins der begehrten Jahresstipendien und damit eine immense finanzielle Entlastung zu erhalten.

Durch mein Stipendium vom DAAD hatte ich es mit dem nächsten Punkt – der Auslandsversicherung – auch ziemlich leicht. Der DAAD übernimmt diese nämlich für seine Stipendiaten.

Im Herbst letzten Jahres musste ich mich dann an meinen Wunschunis bewerben. Das war etwas deprimierend, da ich zu dem Zeitpunkt noch gar nicht wusste, ob ich ein Stipendium bekomme und ob ich mir das Studium in den USA überhaupt leisten kann. Dennoch muss man dann den GRE (genereller Test zur Aufnahme an den Unis, den machen alle - auch die Amerikaner) und den TOEFL (international anerkannter Sprachtest) ablegen und diverse Motivationsletter und Gebühren zahlen. Hat man das erstmal alles geschafft, heißt es abwarten.

Visum

Zunächst kam die Zusage vom DAAD. Nach dem Hoch durch die zugesagte finanzielle Unterstützung ging es auch schon in das nächste Tief – die Angst keinen Studienplatz zu bekommen und das Stipendium nicht wahrnehmen zu können. Als im April dieses Jahres dann endlich feststand, dass ich in Berkeley studieren kann, ging die Orga in die zweite Runde. Erstmal habe ich mich um mein Visum gekümmert. Dafür braucht man ein Dokument der Uni im Ausland, das einem bescheinigt, dass man dort studieren darf bzw. wird. Dann muss man auf der Seite der amerikanischen Botschaft einen Termin vereinbaren (ich war in München) und zweimal Gebühren zahlen (einmal für den Termin und einmal eine sogenannte Sevis Fee).

An dieser Stelle sei schon mal gesagt, dass man für den ganzen Prozess unbedingt eine Kreditkarte benötigt, da man sowohl die Gebühren für die Tests, die Bewerbungen an den Unis als auch die Gebühren für das Visum nur damit bezahlen kann. Aber über die finanziellen Angelegenheiten werde ich im nächsten Beitrag nochmal ausführlicher berichten.

Zu guter Letzt: die Impfungen. Damit sollte man nicht zu spät beginnen, da je nach Uni verschiedene Impfungen vorgegeben sein können und auch vom Bundesministerium für Gesundheit bestimmte Impfungen empfohlen werden. An dieser Stelle nur noch ein Hinweis: die Impfungen sind sehr teuer, die meisten Krankenkassen beteiligen sich jedoch an Reiseschutzimpfungen!

So, das wars dann erstmal wieder von mir.

Viele Grüße, eure Henny.